Mit dem Linzer ASK als Tabellenführer und Salzburg sowie Rapid als ersten Verfolgern beginnt in der tipico-Bundesliga am Wochenende die nächste Phase - und in der Meistergruppe der Kampf um den Titel sowie die (sicheren) Europacupplätze.

Zum Abschluss des Grunddurchgangs holten die die Oberösterreicher am Sonntag ein 1:0 bei Mattersburg, Serienmeister Salzburg gewann sein Spiel gegen Sturm Graz mit 2:0, während Rapid sich Platz drei mit einem 2:2-Remis beim WAC sicherte.

Erleichterung herrschte vor allem bei Salzburg-Trainer Jesse Marsch, dessen Mannschaft sich nach schwierigen Wochen wieder gefangen hat und nach der Punkteteilung nun aufholbare drei Zähler hinter den Oberösterreichern liegt. "Unsere Idee von Fußball ist wieder zurück. Wir sind jetzt bereit für die Meisterrunde, die Mannschaft hat wieder Selbstvertrauen. Unser Fußball ist nur möglich, wenn jeder für jeden alles gibt", betonte Marsch.

In der Qualifikationsgruppe wird es indessen ein neues, altes Trainergesicht zu sehen geben: Schlusslicht St. Pölten gab am Montag die sofortige Trennung von Alexander Schmidt und in Robert Ibertsberger auch gleich einen Nachfolger bekannt. Der 43-Jährige hat als Interimstrainer des WAC (2018) und der Wiener Austria (2019) bereits Erfahrung im heimischen Oberhaus gesammelt. "In Anbetracht der prekären Situation mussten wir reagieren", teilte General Manager Andreas Blumauer in einer Aussendung mit.

Ein gutes Omen?

Die Lage nach dem Grunddurchgang ist für die Niederösterreicher trist. Mit acht Zählern liegen die Wölfe nach der Punkteteilung am letzten Platz, wenngleich mit Mattersburg, der WSG Tirol und der Admira (je 9) drei Teams in unmittelbarer Reichweite liegen. "Unter Alex Schmidt ist es uns leider nicht gelungen, in den letzten Wochen die benötigten Erfolge einzufahren", sagte Blumauer. "Wir haben nach 22 Spielen die wenigsten Punkte und mit -33 das schlechteste Torverhältnis, das ist Fakt. Daher sahen wir uns zu diesem Schritt gezwungen."

Je vier Niederlagen und vier Remis stehen in den jüngsten acht Ligapartien zu Buche, der bisher letzte Erfolg datiert vom 9. November (5:1 gegen WSG). Möglicherweise ist das ein gutes Omen: Seinen Einstand wird Ibertsberger am Samstag zum Auftakt der Qualifikationsgruppe auswärts in Tirol geben. Als Interimstrainer der Austria hatte der Salzburger im Frühjahr 2019 allerdings kein Glück. Zwar führte er die Violetten auf Platz vier und damit in die Europa-League, der Klub entschied sich im Sommer dennoch für Christian Ilzer. Zuvor sammelte der ehemalige Salzburg-Profi und Italien-Legionär (Venezia) Ibertsberger auch als Interimscoach des WAC im Frühjahr 2018 Oberhaus-Erfahrung. (apa/art)