Real Madrid hat sein gesamtes Fußball-Team unter Quarantäne gestellt. Spaniens Rekordmeister traf die Entscheidung am Donnerstag, nachdem ein Spieler der Basketball-Abteilung des Vereins positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Sportler trainieren im selben Trainingszentrum. Das Champions-League-Achtelfinalspiel bei Manchester City am Dienstag wird damit wohl ausfallen.

Zugleich kündigte die spanische Liga an, dass der Spielbetrieb in den zwei obersten Ligen zumindest bis April ausgesetzt wird. Ursprünglich waren Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit angesetzt worden. Die Spiele ab der dritten spanischen Leistungsstufe sowie bei den Frauen wurden bereits Mittwoch abgesagt. Die Entscheidung von La Liga erfolgte aufgrund der Kunde aus Madrid.

"Aufgrund von möglichen Fällen bei Spielern anderer Klubs erachtet die Liga es als angemessen, mit der nächsten Phase des Protokolls gegen Covid-19 zu beginnen", hieß es in einem Statement. Spanien ist nach Italien das von der Pandemie inzwischen am stärksten betroffene Land Europas.

Die Quarantäne gilt für 14 Tage. Es ist damit höchst unwahrscheinlich, dass Real zum Achtelfinal-Rückspiel in Manchester antreten wird. Das Hinspiel hatten die Citizens mit 2:1 gewonnen.

Die Länder, in denen der Ball ruht, werden indessen immer mehr. In Österreich hatte der ÖFB erst am Donnerstag verkündet, dass ab sofort auch im Amateurbereich kein Betrieb mehr stattfindet, nachdem schon die Bundesliga vorerst die nächsten beiden Runden verschoben hatte. Auch in Dänemark wird neuerdings nicht mehr gespielt. Aufgrund der Krise werden in den drei führenden Ligen alle Partien der kommenden beiden Wochen abgesagt. In Belgien werden die Partien der ersten Liga am Wochenende ohne Zuschauer ausgetragen. Das für 22. März angesetzte Cup-Finale zwischen Brügge und Antwerpen wurde abgesagt. Belgiens Nationalmannschaft wird außerdem nicht nach Katar reisen, wo während der Länderspielpause ein Mini-Turnier mit Portugal, der Schweiz und Kroatien auf dem Programm gestanden wäre. (red)