Ajax, Benfica und - Red Bull Salzburg. Während der Europacup ruht, hat es der österreichische Tabellenzweite in einer Rangliste der anderen Art auf das Stockerl geschafft: In dem am Dienstag erschienenen CIES-Football-Observatory-Report scheinen die Salzburger in der Liste jener Klubs, die zahlenmäßig die größten Sprungbretter für Spieler in eine der fünf besten europäischen Ligen darstellen, auf Platz drei auf; geschlagen geben mussten sie sich nur Ajax und Benfica, wo 22 beziehungsweise 21 der aktuellen Spieler in England, Spanien, Italien, Deutschland und Frankreich ihre letzte Station davor gehabt hatten.

Aus Salzburg kamen immerhin 20 Spieler in eine dieser Ligen, 15 alleine in die deutsche Bundesliga. Prominentester Transfer war zuletzt freilich jener von Erling Haaland, der, glaubt man den jüngsten Berichten, nach nicht einmal einem halben Jahr bei Borussia Dortmund schon vor dem nächsten Schritt stehen könnte. Real Madrid soll das Werben um ihn intensiviert haben.


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Die gute Nachricht für die Salzburger: Die Nachwuchsarbeit, das konsequente Heranführen an Österreichs - beziehungsweise in weiterer Folge teilweise auch an Europas - Spitze macht sich belohnt; Salzburg hat sich nicht nur durch die sportlichen Auftritte, sondern auch als Ausbildungsstätte einen Namen gemacht. Die schlechte: Dadurch, dass Ausstiegsklauseln mit fixen Ablösesummen für Wechsel in eine Topliga Usus in den Verträgen sind, läuft man ständig Gefahr nicht nur eines sportlichen Aderlasses, sondern auch wirtschaftlicher Nachteile. Haalands Marktwert etwa wurde schon bei seinem Transfer nach Deutschland deutlich höher taxiert als auf jene 20 Millionen Euro, die als Ablösesumme kolportiert wurden. Aktuell bewertet ihn das Branchenportal transfermarkt.de mit 72 Millionen Euro.

Doch einen Haaland gibt es eben auch nicht alle Tage. Der 19-jährige Norweger - er zählt damit zu den jüngsten Spielern, die aus einer ausländischen Liga in die deutsche Bundesliga und dort auch gleich zu regelmäßigen Einsätzen kamen - gilt nämlich auch als jener Mann, der seinen Marktwert zuletzt am deutlichsten in die Höhe treiben konnte.

Als Salzburg ihn im Jänner 2019 vom FK Molde holte, zahlte der heimische Serienmeister acht Millionen Euro für den Stürmer - und wurde ob der Höhe dieser Summe kritisiert.