Die deutsche Fußball Liga (DFL) will in der derzeitigen Coronakrise die dritte Liga und die Bundesliga der Frauen finanziell unterstützen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bestätigte am Donnerstag nach der Mitgliederversammlung eine Zahlung von 7,5 Millionen Euro.

"Diese Unterstützungszahlung ist an keine weitere Bedingung geknüpft. Das Präsidium dankt den Champions-League-Klubs für die Initiative zur Bereitstellung des Solidarfonds", sagte Seifert. Die vier Spitzenklubs FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen haben zu Beginn der Krise 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um bedrohten Klubs zu helfen.

Die dritte Liga ist unter dem Dach des deutschen Fußball-Bundes (DFB) organisiert und finanziell hart von der Coronakrise getroffen. Unter den Klubs gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die Saison fortgesetzt werden soll. Befürchtet wird eine Flut von Insolvenzen.

Bald fließt das TV-Geld

Die 36 Klubs der ersten und zweiten Liga bekommen indessen bald Geld von den Fernsehsendern. Laut Seifert habe man mit "fast allen" Medienpartnern - allen voran dem Pay-TV-Sender Sky - Vereinbarungen erzielt, wonach bis spätestens Ende Juni Geld aus der ausstehenden Rate für die Übertragungsrechte fließen solle.

Wann die Saison mit Geisterspielen ohne Zuschauer fortgesetzt werde, sei die Entscheidung der Politik, betonte Seifert. Sollte die Saison nicht zu Ende gebracht werden können, müssten die Klubs die TV-Gelder zumindest teilweise zurückzahlen.

"Wir haben intensive Gespräche geführt, die waren geprägt von Respekt", betonte Seifert. "Mit einer Ausnahme wurden mit allen Partnern Einigungen erzielt. Es wurden auch Vereinbarungen getroffen, wie damit umzugehen ist, sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden können. Klar ist auch: Sollte die Saison nicht wieder starten, greifen gewisse Mechanismen zur Rückzahlung."

Ein "besonderer Dank" gelte dem größten Medienpartner, dem Pay-TV-Sender Sky. Große TV-Partner sind zudem ARD und ZDF sowie Eurosport, der die Rechte an den Internet-Streamingdienst DAZN sublizenziert hat. Es ging um die Zahlung der vierten und letzten Rate der Fernsehgelder, Medienberichten zufolge rund 300 Millionen Euro. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die wegen der Corona-Pandemie ausgesetzte Saison bestenfalls bis zum 30. Juni abschließen. Für den Neustart muss die Politik zustimmen. (apa/dpa/Reuters)