Weil eine sportliche Entscheidung in der zweiten Fußball-Liga unwahrscheinlich ist, haben Tabellenführer SV Ried und Verfolger Austria Klagenfurt einen Antrag auf Aufstockung der Bundesliga auf 14 Vereine für die kommende Saison gestellt. Das gemeinsame Ansuchen langte am Donnerstag fristgerecht vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 7. Mai bei der Bundesliga ein, wie diese der APA bestätigte.

Eine Aufstockung war zuletzt immer wieder ein Thema, eine entsprechende Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Zunächst wollten die Vertreter der Bundesliga das Treffen mit dem Sport- und Gesudnheitsministerium am heutigen Donnerstagnachmittag abwarten, um auszuloten, ob und unter welchen Umständen eine Fortsetzung der Profiligen denkbar ist. Während Geisterspiele in der höchsten Spielklasse wahrscheinlich sind, steht die zweite Liga vor dem Abbruch.

Anträge, die die Zusammensetzung der Spielklassen der Bundesligen sowie sämtliche Regelungen über den Auf- und Abstieg betreffen, benötigen laut Ligasatzung eine Zweidrittelmehrheit, um angenommen zu werden. Stimmberechtigt bei der Versammlung sind alle Klubs der beiden obersten Ligen mit Ausnahme der Young Violets (Austria Amateure).

Die zwölf Erstligisten haben insgesamt 60 Stimmen, die zweite Spielklasse verfügt über 32. Die Salzburger Kaderschmiede FC Liefering verzichtete zuletzt stets auf ihr Recht, der dem LASK nahestehende FC Juniors OÖ nicht. Die Stimmanteile aller nicht abstimmenden Clubs werden aliquot auf die anderen Vertreter verteilt.

Ein Antrag auf einen Abbruch der zweiten Liga wegen der Maßnahmen gegen das Coronavirus hatte zuletzt nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht. Derzeit gibt es für die zweithöchste Spielklasse weder eine Trainings- noch eine Spielerlaubnis, elf Runden müssten noch gespielt werden. (apa/red)