Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) ist zuversichtlich, dass die heimische Fußball-Bundesliga nach der Coronavirus-Pandemie "Ende Mai, Anfang Juni" ihren Spielbetrieb wird fortsetzen können. Kogler geht davon aus, "dass wir hier zu einer Lösung in dieser Woche - vielleicht schon bis Mittwoch - kommen", sagte er am Montag in Wien bei einer Pressekonferenz auf APA-Anfrage.

Die Bundesliga plant einen Wiederbeginn mit Geisterspielen nach dem Vorbild der Deutschen, die am Wochenende den Spielbetrieb aufnehmen. In Österreich spießt es sich aber an der Frage, ob bei einem positiven Test die gesamte Mannschaft unter Quarantäne gestellt werden muss, wie dies ursprünglich vom Gesundheitsministerium gefordert wurde. Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer befindet sich aktuell in Verhandlungen mit den politischen Entscheidungsträgern.

Kogler machte nun neue Hoffnung. Es sehe "ganz gut aus", sagte er. Er habe sich zuletzt bei den "intensiven Gesprächen" zwischen dem Gesundheitsministerium, der Bundesliga und dem Österreichischen Fußball-Bund "sehr eingesetzt zu vermitteln. Und ich darf berichten, dass heute noch Schlussgespräche stattfinden", betonte der 58-Jährige. Über den genauen Spielplan müsse die Liga entscheiden.

Laut APA-Informationen soll es nach einem zweiwöchigen Mannschaftstraining wieder mit durchgehenden englischen Wochen - also zwei Partien für jeden Klub pro Woche - losgehen. Als erstes Match ist das verschobene ÖFB-Cup-Finale zwischen Titelverteidiger Red Bull Salzburg und Zweitligist Austria Lustenau geplant. In der Bundesliga sind nach Abschluss des Grunddurchgangs jeweils noch zehn Runden in der Meister- sowie Qualifikationsgruppe sowie drei Spiele im Europa-League-Play-off ausständig. (apa/red)