Salzburg hat die Spitzenposition in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga untermauert. Spielend leicht siegte der Titelverteidiger am Mittwochabend bei Sturm Graz mit 5:1 (4:1). Nach dem 2:0 gegen Rapid und dem 6:0 in Hartberg war es Salzburgs dritter Sieg nach der Corona-Pause. Der Sechste Sturm verlor zum dritten Mal in Folge, Trainer Nestor El Maesto sah wegen Schiedsrichter-Kritik früh Rot. Bei Salzburg war Dominik Szoboszlai Mann des Spiels, dem noch vor der Pause drei Treffer gelangen.

Neuer Zweiter mit sieben Zählern Rückstand auf Salzburg ist Rapid. Die Grünweißen schlugen den LASK dank eines späten Tores von Taxiarchis Fountas in Pasching mit 1:0 (0:0) und überholten damit den WAC, der sich daheim gegen Hartberg mit 2:4 (2:1) geschlagen geben musste. Die Wolfsberger lagen dabei bereits mit 2:0 voran. Der LASK bleibt Vierter und in der Meistergruppe weiter sieglos. Hartberg hat als Fünfter nur drei Zähler Rückstand auf Platz drei.

Für Rapid war es ein glücklicher Sieg. In einer kampfbetonten, intensiven Partie in Pasching gewannen die Gäste aus Wien-Hütteldorf dank eines Treffers von Taxiarchis Fountas in der 87. Minute 1:0 (0:0). Dem vorausgegangen war ein Fauxpas von LASK-Verteidiger Philipp Wiesinger, dem ein Rückpass auf seinen Torhüter Alexander Schlager völlig misslang. Der in der 62. Minute eingetauschte Fountas, den Wiesinger womöglich gar nicht am Radar hatte, spritzte dazwischen und ließ Schlager keine Chance. Für den Griechen war es das 16. Saisontor.

Leichte Vorteile

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer hatte den Stürmer diesmal zunächst auf der Bank gelassen und ließ Ercan Kara an dessen Stelle erstmals von Beginn zum Zug kommen. In Summe stellte Kühbauer seine Startelf an vier Positionen um. Als Abwehrchef der Dreierkette fungierte diesmal Dejan Ljubicic, Kapitän Stefan Schwab agierte im 3-4-2-1-System als hängende Spitze. Beim LASK gab es nur zwei Änderungen gegenüber dem 3:3 beim WAC vom Sonntag: Petar Filipovic und Andres Andrade spielten für Christian Ramsebner und Rene Renner.

In der ersten Hälfte, die von vielen Fehlern und abgebrochenen Aktionen geprägt war, hatten die Linzer mit Fortdauer leichte Vorteile. Die erste Torchance ließ bis zur 26. Minute auf sich warten, als Kapitän Gernot Trauner nach einem Holland-Einwurf im Strafraum blitzschnell aus der Drehung abzog. Torhüter Tobias Knoflach, der erneut für den am Rücken angeschlagenen Richard Strebinger übernahm, stand aber richtig.

Jubel der Rapidspieler nach dem Sieg gegen den LASK. - © APAweb / Herbert P. Oczeret
Jubel der Rapidspieler nach dem Sieg gegen den LASK. - © APAweb / Herbert P. Oczeret

Rapid machte sich erst in der 43. Minute vor dem gegnerischen Tor bemerkbar. Dem Schuss von Dejan Petrovic nach Vorarbeit von Schwab von Kelvin Arase fehlte es aber an Präzision, Schlager entschärfte den Ball relativ problemlos.

Reihe von Pannen

Auch nach dem Seitenwechsel war der LASK die stärkere Mannschaft - jetzt auch mit Chancen. In den Blickpunkt rückte vor allem Marko Raguz: Der Stürmer verfehlte in der 59. Minute per Kopf das Tor, eine Minute später bekam Knoflach gerade noch eine Hand an seinen abgefälschten Schuss. Zuvor hatte Schiedsrichter Robert Schörgenhofer ein grenzwertiges Einsteigen von Maximilian Hofmann gegen den LASK-Stürmer übersehen. Dann musste Raguz, der dabei an der Nase verletzt wurde, den Platz verlassen.

Der für ihn eingewechselte Joao Klauss bewies ebenfalls seine Gefährlichkeit, er scheiterte mit einem Distanzschuss an Knoflach (73.). Nach dem unglücklichen Gegentreffer warfen die Linzer noch einmal alles nach vorne. Am Ende der fünfminütigen Nachspielzeit setzte Peter Michorl einen Freistoß an die Latte. (apa/red)