Titelverteidiger Bayern München steht auch in diesem Jahr im Finale des DFB-Pokals. Der deutsche Fußball-Rekordmeister und -Cupsieger setzte sich im Semifinale am Mittwochabend in München gegen Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0) durch. Das Finale soll am 4. Juli im Berliner Olympiastadion stattfinden, Gegner ist Bayer Leverkusen.

Die Treffer für Bayer erzielten Ivan Perisic (14.) und Robert Lewandowski (74.), dazwischen hatte Danny da Costa (69.) für Frankfurt eingenetzt. Bei der vom Vorarlberger Adi Hütter trainierten Eintracht spielte ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger durch, Stefan Ilsanker war bis zur 77. Minute für die Gäste im Einsatz. David Alaba stand für die Bayern über 90 Minuten seinen Mann in der Abwehr.

Bayern dominierte die Partie in der ersten Hälfte quasi nach Belieben und spielte sich zahlreiche Möglichkeiten heraus. Die Hütter-Elf musste sich glücklich schätzen, dass sie nach dem 1:0 durch Perisic, der per Kopf traf, bis zur Halbzeitpause nicht deutlicher in Rückstand geriet. Alaba dirigierte das Spiel der Bayern souverän aus der Zentrale der Innenverteidigung.

Nach Wiederbeginn wirkten die Bayern jedoch schläfrig und ließen Frankfurt aufkommen. Eine schön anzusehende Kombination brachte der Eintracht dann in der 69. Minute den Ausgleich. Der keine vier Minuten vorher eingetauschte Da Costa schloss nach Assist des ebenfalls eingewechselten Daichi Kamada mit links im Strafraum ab. Die gesamt Bayern-Defensive um Abwehrchef Alaba wirkte dabei passiv.

Doch wie aus dem Nichts glückte dem Cup-Titelverteidiger der sofortige Gegenschlag. Lewandowski, der Torschütze zum Dienst, traf in der 74. Minute zum 2:1. Erst nach einer kurzen VAR-Kontrolle - strittig war eine mögliche Abseitsposition von Alphonso Davies - zählte das Tor. Diesen Rückschlag konnten die Frankfurter bis zum Schlusspfiff nicht mehr wettmachen.

Der FC Bayern geht damit Anfang Juli auf seinen 20. Pokal-Titel los. In der Bundesliga steht der Klub vor dem Gewinn der 30. Meisterschaft.

 

"Black lives matter"

Aufsehen hatte aber auch eine Aktion der Frankfurter erregt, die in einem Sondertrikot angetreten waren. Statt des Namens des Hauptsponsors "Indeed" trugen die Fußballer den Schriftzug "#blacklivesmatter" auf der Brust. Damit wollte man ein Zeichen gegen Rassismus setzen.

"Wir leben tagtäglich in unserer Mannschaft vor, dass Hautfarbe, Herkunft und Religion in einer Gemeinschaft keine Rolle spielen", erklärte Sportvorstand Fredi Bobic vor dem Spiel. "Wir stehen als Team und als Eintracht Frankfurt zusammen gegen jede Form von Rassismus und wollen das heute auch entsprechend nach außen tragen." (apa/red)