Die Austria hat gegen die WSG Tirol durchwegs schlechte Erinnerungen. Die Wattener präsentierten sich im Herbst als der Angstgegner für die Wiener, neben zwei Siegen in der Fußball-Bundesliga warfen die Tiroler die Violetten auch im ÖFB-Cup hochkant aus dem Bewerb. Nun will die WSG am Dienstagabend (20.30 Uhr) wieder Zählbares aus Favoriten mitnehmen. Die Austria ist gewarnt.

"Das waren schmerzhafte Nackenschläge", sagte Christian Ilzer über die bisherigen Duelle mit dem Aufsteiger. Dem 1:3 in Innsbruck folgte ein 2:5 nach einem desolaten Auftritt in der zweiten Runde des ÖFB-Cups, ehe es auch in Wien ein 2:3 setzte. Die Wattener lagen dabei bereits nach fünf Minuten 2:0 voran. Einen solchen Start erträumen sich die Gäste auch am Dienstag. Bereits am Samstag gastiert die Austria dann zum Rückspiel in Innsbruck. Beide Teams gehen mit Erfolgserlebnissen ins anstehende Doppel. Siegte die Austria in Mattersburg (4:1), schoss sich die WSG mit einem 3:0 bei der Admira gar auf Rang drei vor. Trainer Thomas Silberberger, der nach seinem schweren Motorradunfall auf Krücken auf die Betreuerbank zurückkehrte, zeigte dabei den Torjubel auf einem Bein. Er gab sich danach rundum zufrieden. "So kann’s weitergehen", meinte Silberberger, ehe er mit seinem Team Quartier in der Sportschule Lindabrunn bezog. Dort wollten die Tiroler für die Aufgabe in Wien ordentlich regenerieren.

Aus Erfahrungen gelernt

Silberberger sah bei der Austria wieder Veränderungen. "Wir spielen zum vierten Mal in dieser Saison gegen die Austria, die zum vierten Mal mit einem anderen System antritt." Allerdings habe man selbst "das eine oder andere" herausgefunden, wie man neuerlich reüssieren könnte. Mittelfeldmann Michael Svoboda steht nach abgelaufener Sperre vor der Rückkehr in die Startelf. Die Austria will aus den schläfrigen Starts gegen Wattens in den bisherigen Saisonduellen gelernt haben. "Ich will, dass man von der ersten Minute weg spürt, dass wir alles investieren, um mit Aggressivität das Spiel zu gewinnen", betonte Ilzer. Sein Team solle sich stabilisieren und die zuletzt gezeigte Leistung bestätigen, hielt Austrias Coach fest. Nach dem Erfolgsmoment im Burgenland sind die Violetten darauf erpicht, etwas zu schaffen, was ihnen in dieser Saison noch nie gelungen ist: zwei Liga-Siege in Folge einzufahren.

Mit einem Sieg könnte die Austria nicht nur an Spitzenreiter Altach - die Vorarlberger gastieren bei der Admira - dran bleiben, sondern die Tiroler auch vorerst acht Zähler hinter sich lassen. Weiter fehlen werden die verletzten Vesel Demaku und Andreas Poulsen, Max Sax ist nach seiner Sperre wieder im Kader.(apa)