Sie ist mit 109 Länderspielen Österreichs Rekordnational-Fußballerin und hat mit 53 Toren mehr geschossen als Toni Polster. Nun beginnt für Nina Burger ein neuer Karriereabschnitt. Rund ein Jahr, nachdem sie ihre Profilaufbahn beim SC Sand in der deutschen Liga beendet hat, übernimmt sie - offiziell ab 1. Juli - als sportliche Leiterin der Frauenabteilung beim First Vienna FC Management-Verantwortung.

"Das ist eine große Herausforderung, eine einmalige Chance. Ich bin dafür sehr dankbar und möchte sie nutzen. Diese Position ist für mich eine gute Gelegenheit, um den Frauenfußball bei der Vienna, sowie den Frauenfußball in ganz Österreich, voranzubringen und weiterzuentwickeln", erklärt die 32-jährige Niederösterreicherin, die zunächst mit Neulengbach neunmal österreichische Meisterin war, ehe sie ins Ausland - zuerst in die USA, dann zum deutschen Spitzenklub SC Sand - ging.

Mit der Vienna, wo die gelernte Polizistin auch als Spielerin einspringen wird, wenn Not an der Frau ist, fängt sie nun eine Etage tiefer an: in der zweiten österreichischen Liga. Allerdings war der Frauenabteilung des ältesten österreichischen Fußballklubs in den vergangenen Jahren ein großer Schritt vorwärts gelungen. In der zweiten Saison nach dem Aufstieg führte die Vienna die Tabelle in der zweiten Liga ein, nur der Coronavirus-Pandemie-bedingte Saisonabbruch verhinderte den Aufstieg. "Darum werden wir in der kommenden Saison wieder angreifen und zeigen, dass wir in die erste Liga gehören", sagt Burger. Als Rekordtorschützin weiß sie ja, wie Angriff geht.