In der Strafuntersuchung gegen den früheren FIFA-Präsidenten Joseph Blatter in der Schweiz droht nun auch dem Ex-UEFA-Chef Michel Platini juristischer Ärger. Das Verfahren der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) ist auf den 65-jährigen Franzosen ausgeweitet worden, wie aus einem Schreiben der Bundesanwaltschaft, das der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag, hervorgeht.

Dies geschehe wegen des Verdachts der Teilnahme an ungetreuer Geschäftsbesorgung und der Urkundenfälschung. Platini und Blatter haben Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Die Schweizer BA führt seit September 2015 ein Strafverfahren gegen Blatter wegen der Millionenzahlung des Weltverbands FIFA an Platini, die beiden Funktionären die Karriere im Fußball kostete. Zudem ermittelt die BA gegen den 84-jährigen Blatter im Fall einer FIFA-Millionenzahlung an den Nationalverband in Trinidad & Tobago aus dem Jahr 2010. Es gibt den Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung. (apa/dpa)