International gesehen geht es im Fußball momentan Schlag auf Schlag. Viele Entscheidungen fallen derzeit - teilweise sogar vorzeitige. Sieger werden gekürt, Transfers abgeschlossen und auch die eine oder andere Träne wird vergossen.

Während der FC Liverpool noch immer seinen ersten Meistertitel seit 30 Jahren feiert, ist nun eine weitere erfreuliche Nachricht bei den Reds eingetrudelt: Ihr Kapitän Jordan Henderson wurde vom englischen Sportjournalistenverband "Football Writer’s Association" (FWA) zum Fußballer des Jahres 2019/20 gekürt. Damit rundet der Klub, der in dieser Saison mehrere Rekorde gebrochen hat, das Jahr ab.

Keinen Grund zu Freude hatte Juventus. Am Donnerstag verloren die Turiner mit 1:2 gegen Udinese Calcio. Vor ihren Augen zerplatzte der Traum einer vorzeitigen Titelsicherung, die Meisterfeier muss vertagt werden. "Zu diesem Zeitpunkt der Saison ist es schwer, wir sind alle müde", sagte der Coach Maurizio Sarri nach der Niederlage. Nun gilt es für die Mannschaft rund um Cristiano Ronaldo sich ihren Platz an der Tabellenspitze zu sichern, denn in den letzten drei Spieltagen der Serie A kann sich das Blatt noch wenden - auch wenn Atalanta Bergamo sechs und Inter Mailand sieben Punkte dahinter liegen. "Es ist kompliziert, mental und körperlich für 90 Minuten auf Ballhöhe zu bleiben. Die Spiele sind seltsam, und das Momentum ändert sich sehr leicht", erklärte Sarri. Vor allem die geistige Erschöpfung seiner Spieler sei groß. Der Klub muss nun seine Zähne zusammenbeißen. Auf seinen Lorbeeren kann sich Juventus auch noch später, wenn der Titel sicher ist, ausruhen - außer das Team will seinen neunten Meistertitel in Folge an einen ihrer Konkurrenten abtreten.

Ein Blick nach England

Um den dritten und vierten Platz in der englischen Liga und somit auch in der Champions League kämpfen noch Manchester United, Chelsea, aber auch Leicester City. Die ersten beiden Klubs liegen mit 63 Punkten momentan gleichauf, dicht dahinter folgt Leicester City mit 62 Punkten. Die längste Fußball-Saison der englischen Premier League neigt sich nun langsam dem Ende zu. Am Sonntag (17 Uhr) endet sie nach 353 Tagen. Der Meister steht mit Liverpool schon fest, der Vizemeister ist Manchester City. Nun treffen am Sonntag Leicester City mit dem Österreicher Christian Fuchs und Manchester United zum großen Showdown aufeinander. United würde schon ein Remis zur Teilnahme an der Königsklasse genügen, dasselbe gilt auch für Chelsea. Die Blues treffen auf den Tabbellensechsten Wolverhampton. Leicester City würde nur dann ein Unentschieden genügen, wenn Wolverhampton in London einen Sieg erzielt, weil im Falle der Punktegleichheit die schlechtere Tordifferenz für Chelsea und Leicester City sprechen würde.

Während die einen um den Einzug in den Europacup kämpfen, versuchen andere mit aller Macht, den Abstieg zu verhindern. Ein Fixabsteiger steht bereits fest: Norwich City. Spannend wird es nun bei Aston Villa und Watford. 34 Punkte haben die beiden Klubs bereits erzielt, die Tordifferenz ist nahezu ident. Drei Punkte hinter ihnen liegt Bournemouth an vorletzter Stelle und steht somit unter Siegzwang. Aston Villa trifft auf West Ham United, welcher an 15. Stelle liegt. Watford trifft auf den Zehnten in der Tabelle, Arsenal, und Bournemouth spielt gegen Everton, den Elften in der Liga.

Im Kampf um den Abstieg verspricht es spannend zu werden. Aber auch sonst wird es in der englischen Premier League nicht langweilig mit dem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen United, Chelsea und Leicester City. Wem das nicht reicht, der kann nach Italien blicken und mit Juventus Turin mitfiebern, denn dort zittert man momentan noch um den neunten Meistertitel. (apa/jh)