Am 3. August startet der Europacup, sofern es nicht zu einer weiteren Pandemiewelle samt Lockdown kommt, in die Post-Corona-Ära. Bis dahin müssen die nationalen Ligen ihre Starterklubs für die Saison 2020/21 genannt haben. Während die antrittsberechtigten Teams aus Spanien, Italien oder Deutschland bereits bekannt sind (siehe Kasten), hat am Wochenende auch die englische Premier League ihre Kandidaten für Europa auf dem Rasen (und vor leeren Rängen) eruiert. Hier haben Manchester United und Chelsea die letzten beiden Fixplätze in der Champions-League ergattert. Während Manchester am Sonntag bei Leicester 2:0 gewann, besiegte Chelsea Wolverhampton daheim 2:0. In der Abschlusstabelle nehmen die Red Devils damit vor den Blues den dritten Rang ein. Für den Fünften Leicester (ohne den verletzten Christian Fuchs) bleibt die Europa League.

Jenen Klubs, die für die Gruppenphasen der Champions- oder Europa League nicht qualifiziert sind, wartet noch die Ochsentour - und zwar in Gestalt der ersten (18./19. August) und zweiten Qualifikationsrunde (25./26., mit Rapid Wien) zur Champions League, die Qualifikationsspiele zur Europa League steigen wiederum erst am 27. August und am 17. und 24. September (mit LASK und Hartberg). Wer die K.o.-Hürde nimmt, darf sich über die Play-offs in die Gruppenphase retten. Auch Salzburg, das, nachdem ja Österreich über keinen Champions-League-Fixplatz verfügt, hier am 22./23. und 29./30. September einsteigen wird - immerhin mit dem Privileg eines Rückspiels, das den Qualifikanten in der Europa League im K.o.-Play-off (1. Oktober) fehlt.

Als Fixtermin in den Kalender eintragen sollten sich Europacup-Fans den 1. und 2. Oktober. Hier werden in Athen die Gruppen für die Champions beziehungsweise Europa League ausgelost. Der Anpfiff der Gruppenphase erfolgt am 20. (Champions League) und am 22. Oktober (Europa League, mit Wolfsberg).

Keine Fans im Stadion

Während die meisten Namen der Teams erst eruiert werden, ist eines klar. Fans und Gesänge wird es in den Stadien nicht so schnell zu sehen und zu hören geben. So hat Uefa-Boss Aleksander Ceferin erst vor kurzem die Hoffnungen auf eine Rückkehr der Anhänger in die Fußballstadien in den Europacup-Bewerben wieder gedämpft. "Bis auf Weiteres werden keine Zuschauer zugelassen. Wir werden keine Risiken eingehen", sagte Ceferin.

Und so werden auch die noch verbleibenden Spiele der Champions- und Europa-League-Saison 2019/20 ohne Zuschauer ausgetragen. Die restlichen Achtelfinal-Duelle steigen bereits Anfang August, darunter das Rückspiel der Partie Manchester United - LASK am 5. August in England. Ab dem Viertelfinale werden Champions- und Europa League in dieser Corona-Saison in Turnierform zu Ende gespielt. Die "Final-8-Turniere" der Europa League steigen am 10. August in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Duisburg und Köln, zwei Tage später jene der Champions League in Lissabon. Gespielt wird auch hier in K.o.-Form. Die Finalspiele sind für den 21. (Europa League) und 23. August (Champions League), der Uefa-Supercup zwischen dem Sieger der Champions League (Liverpool) und der Europa League (Chelsea) findet einen Tag später in Budapest statt.

Die Uefa hatte einen Teil ihrer Saison geopfert, damit die nationalen Meisterschaften bis Ende Juli fertig gespielt und die Uefa-Klubbewerbe dann im August beendet werden können. Damit hatten sich auch die Ligen vorab einverstanden erklärt. Aber nicht jede Liga hat dieses Kunststück am Ende fertiggebracht. Während in Deutschland, England und Spanien fertiggespielt wurde, wurde die Liga in Frankreich etwa abgebrochen. Sehr zum Ärger von Olympique Lyon. Der Klub ist im Europacup nicht vertreten. (rel)