Lang hat es gedauert, nichts ist geschehen: Nach monatelanger Pause kehrt nun auch die Champions League wieder aus dem Corona-Tiefschlaf zurück. Die verbleibenden Viertelfinalisten werden ermittelt.

Atalanta Bergamo, Atlético Madrid, RB Leipzig und Paris Saint-Germain haben den Aufstieg ins Viertelfinale bereits geschafft. Die restlichen Teams kämpfen noch um die Tickets für den Einzug in die besten Acht.

Los geht es am Freitag mit den Partien Juventus gegen Olympique Lyon und Manchester City gegen Real Madrid. Der spanische Rekordmeister muss einen Rückstand von 1:2 aufholen. Überraschenderweise holt sich Trainer Zinédine Zidane Kapitän Sergio Ramos an Bord, obwohl dieser aufgrund einer Sperre gar nicht auflaufen darf. Daheim bleiben muss hingegen Garteh Bale. Der Starstürmer fiel in den letzten Ligaspielen wiederholt negativ auf. Auch Juventus muss am Freitag noch aufholen, um noch den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen. Die Turiner liegen gegen Olympique Lyon mit 0:1 zurück.

Alle Türen offen stehen tags darauf sowohl dem FC Barcelona als auch dem SSC Napoli. Keines der beiden Teams konnte sich im Hinspiel (1:1) einen Vorteil erspielen. Gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale hat hingegen der FC Bayern: Die Deutschen nehmen aus dem Hinspiel bereits einen Vorsprung von 3:0 auf den FC Chelsea mit. Vor leeren Zuschauerrängen im Heimstadion wäre alles außer einem Aufstieg für die Deutschen mit Österreicher David Alaba eine Enttäuschung.

Zugute kommen könnte den Bayern im Falle des Aufstiegs ins Viertelfinale eine neue Regeländerung: Da die Viertelfinali heuer nur in einem Spiel entschieden werden, verfallen alle gelbe Karten bereits nach Abschluss des Achtelfinales. Verblieben Joshua Kimmich und Thiago Alcantara, die bereits jeweils zwei gelbe Karte zu Buche stehen haben, ohne eine Verwarnung im Achtelfinale, könnten sie bei einem Erfolg über den FC Chelsea ohne Verwarnung für den FC Bayern ins Viertelfinale gehen. Die besten Acht stehen sich von 12. bis 15. August in Lissabon gegenüber, wo auch die restliche Finalphase der Champions League über die Bühne gehen wird.

Lask nicht unzufrieden

Auch die Europa League befindet sich bereits in der Finalphase. Im Gegensatz zur Champions League stehen hier jedoch bereits alle Viertelfinalisten fest. Keine Überraschung war dabei die Niederlage des Linzer ASK gegen Manchester United im Achtelfinal-Rückspiel. Frust über die 1:2 Niederlage verspürt man trotzdem. "Das ist sehr ärgerlich, weil wir sehr viel investiert haben und uns vielleicht sogar einen Punkt verdient hätten", betont LASK-Trainer Dominik Thalhammer. Obwohl der Sieg der Engländer mit einem Gesamtscore von 7:1 doch sehr deutlich war, zeigte man sich dennoch überhaupt mit dem Rückspiel nicht unzufrieden: "Die Mannschaft hat sehr gut gekämpft, auf dieser Leistung kann man absolut aufbauen", beteuert LASK-Trainer Dominic Thalhammer.

Der gegen den LASK nicht in seiner besten Formation angetretene Klub Manchester United wird auch zu den Siegesanwärtern auf den Silberpokal gezählt. Das Team aus England leistete sich im Europacup nur eine einzige Niederlage in der Gruppenphase. Eine ähnlich gute Bilanz verzeichnet Inter Mailand, das sich am Mittwoch souverän gegen den FC Getafe durchsetze. Doch auch der kürzlich in die Champions League aufgestiegene FC Sevilla wird als Favorit gehandelt.

Bevor es jedoch um die Wurst geht, müssen sich die Teams erst einmal in den Viertel- und Halbfinali beweisen. Eines ist dabei klar: Vor dem Fernseher einschlafen wird man weder bei den Partien der Europa League noch bei den Matches der Champions League.(kra/apa)