Zagreb. Rapid steht in der dritten Qualifikations-Runde der Fußball-Champions-League. Die Hütteldorfer kamen am Mittwoch zu einem 1:0-Auswärtssieg über Lok Zagreb, das entscheidende Tor erzielte Ercan Kara in der 32. Minute. Rapid muss nun noch zwei Duelle überstehen, um zum dritten Mal in der Clubgeschichte in der "Königsklasse" zu spielen.

Der Gegner wird am Montag ausgelost, Spieltermin ist der 15. oder 16. September. Mögliche Kontrahenten sind Benfica Lissabon, Gent und Dynamo Kiew. Sollte Grün-Weiß in der dritten Runde ausscheiden, würde man direkt in die Europa-League-Gruppenphase umsteigen. Alleine das UEFA-Startgeld dafür beträgt rund drei Millionen Euro - Geld, das der von der Coronakrise schwer getroffene Vizemeister gut gebrauchen kann.

Lahmer Beginn

Der Weg zum Sieg im leeren Stadion Kranjceviceva war ein beschwerlicher. Lok igelte sich von Beginn an in der eigenen Hälfte ein, und den mit Dejan Ljubicic als Kapitän eingelaufenen Rapidlern fehlten auf dem holprigen Rasen die Ideen, den kroatischen Abwehrriegel zu knacken. Die Gastgeber taten vorerst praktisch nichts fürs Spiel und hofften auf einen Lucky Punch, der in der 29. Minute fast geglückt wäre.

Nachdem sich Maximilian Hofmann und Filip Stojkovic ungeschickt angestellt hatten, zog Mario Cuze allein aufs Tor und wurde von Goalie Richard Strebinger gestoppt. Die Zagreber Forderungen nach einem Elfmeter blieben folgenlos. Drei Minuten später gingen die Gäste mit ihrer ersten gelungenen Aktion in Führung. Lok-Keeper Krunoslav Hendija parierte einen Schuss von Taxiarchis Fountas und den zweiten Versuch von Kelvin Arase nur kurz, Kara stand goldrichtig und staubte ab. Der im vergangenen Winter vom SV Horn geholte Stürmer traf damit gleich bei seinem Europacup-Debüt.

In der 39. Minute konnte Hendija eine Freistoßflanke von Thomas Murg nicht bändigen, den abspringenden Ball bugsierte Fountas über die Latte. Nach dem Seitenwechsel wurde der kroatische Vize-Champion auch durch die Hereinnahme des gebürtigen Brasilianers Sammir aktiver, dennoch war der Mangel an Qualität bei Lok nicht zu übersehen.

Chancenloser Gastgeber

Trotz vermehrter Spielanteile vermochten die Hausherren, bei denen Ex-Austrianer Petar Gluhakovic auf der Bank saß, keine einzige zwingende Chance herauszuspielen. Die Rapidler beschränkten sich vor allem darauf, den Vorsprung zu halten und waren trotzdem gefährlicher.

In der 57. Minute parierte Hendija einen Murg-Schuss, in der 63. Minute wurde bei Schüssen von Maximilian Ullmann und Fountas auf der Linie gerettet und in der 81. Minute war Hendija bei einem Kara-Kopfball auf dem Posten. Die beste Chance auf den zweiten Treffer vergab Kara in der 82. Minute - sein Schuss verfehlte das Tor nur um Zentimeter. (apa)