Sturm Graz und Günter Kreissl gehen zukünftig getrennte Wege. Der 46-Jährige wäre nach seinem Ende als Sport-Geschäftsführer mit Ende April 2020 eigentlich ab Oktober als Technischer Direktor des Fußball-Bundesligisten vorgesehen gewesen. Daraus wird nun auch aufgrund der Corona-Krise aber nichts. Der Club und der Ex-Tormann einigten sich auf eine Vertragsauflösung, gab Sturm am Dienstag bekannt.

"Nach offenen und wertschätzenden Gesprächen mit den Geschäftsführern und Präsident Christian Jauk wurde gemeinsam beschlossen, Teil zwei unserer Zusammenarbeit nicht mehr umzusetzen.

Wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise

Wesentliche Gründe dafür sind unter anderem die schwerwiegenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise, aber natürlich hat es auch eine gewisse Kraft, dass wir in den letzten zwei Saisonen hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben sind", erläuterte Kreissl.

Da er bei Sturm eine wunderschöne Zeit verbracht habe, sei er bereit, die Entscheidung mitzutragen. "Als Highlight bleiben, neben Erfolgen im wirtschaftlichen und (infra-)strukturellen Bereich, sicher der Cupsieg und Vizemeistertitel im Jahr 2018 fest in meine Erinnerung eingebrannt", betonte der Ex-Sportchef der Grazer. Kreissl war im Frühjahr 2016 vom SC Wiener Neustadt an die Mur gewechselt und war bis Ende April für die sportlichen Agenden der Schwarz-Weißen verantwortlich. Danach löste ihn Andreas Schicker ab.

"Es waren vier Jahre als Geschäftsführer Sport, die, wie der Fußball, von großen Siegen und lehrreichen Niederlagen geprägt waren. Als Höhepunkte bleiben der historische Cupsieg und der Vizemeistertitel 2018, verbunden mit dem Streben nach stetiger Weiterentwicklung in Erinnerung. In den letzten zwei Saisonen konnten die sportlichen Ziele allerdings nicht erreicht werden", wurde Präsident Christian Jauk zitiert. (apa)