Der brasilianische Paris-Saint-Germain-Star Neymar hat sich nach den Vorkommnissen beim sonntägigen Spiel gegen Olympique Marseille für sein Verhalten entschuldigt und Reue gezeigt: "Heute, mit einem kühlen Kopf, hätte ich es ignorieren und dem Weg des sauberen Fußballs folgen sollen." Er akzeptiere seine Bestrafung, hoffe aber, dass auch der Verursacher bestraft werde.

Der 28-Jährige hatte in der Nachspielzeit des Ligue-1-Spiels am Sonntag - ebenso wie zwei seiner Kollegen bei PSG sowie zwei Olympique-Marseille-Spieler - die rote Karte gesehen. Der Grund für den späten Ausschluss war, dass Neymar seinem Gegenspieler Alvaro Gonzalez mit der flachen Hand auf den Hinterkopf geschlagen hatte. Via Twitter beschimpfte Neymar den Spanier anschließend außerdem als "Idioten" und bedauerte es, seinem Kontrahenten nicht ins Gesicht geschlagen zu haben.

Der Auslöser seines Ausrasters waren dem PSG-Spieler zufolge rassistische Äußerungen von Gonzalez. So berichteten etwa französische Medien, dass der Marseille-Profi Neymar als Affen bezeichnet habe - der Spanier wies die Rassismusvorwürfe allerdings zurück und riet dem Brasilianer, die Niederlage zu akzeptieren.

Rückhalt von Klubführung

Während Olympique-Trainer Andre Villas-Boas seinen Spieler in Schutz nahm und sich von der Unschuld Gonzalez’ überzeugt zeigte, forderte Paris-Saint-Germain die französische Liga auf, die von Neymar erhobenen Rassismusvorwürfe genau zu untersuchen. Der Klub betonte, dass es "keinen Platz für Rassismus in der Gesellschaft, im Fußball und in unserem Leben" gebe.

Auch Neymar selbst zeigte sich in einem Beitrag auf Instagram empört. "Rassismus und Intoleranz sind nicht akzeptabel", hieß es in dem Statement. Gleichzeitig rief der PSG-Star, der auf der Liste der bestverdienenden Fußballer mit einem Jahresgehalt von 96 Millionen Dollar Platz drei belegt, zum Kampf gegen diese auf: "Rassismus existiert, aber wir müssen ihn stoppen. Es ist genug."