Während hierzulande der Fußball (noch) rollt, wusste Red Bull Salzburg am Donnerstag noch immer nicht, wo das für Dienstagabend angesetzte Hinspiel im Champions-League-Play-off gegen Maccabi Tel Aviv stattfinden wird. Aufgrund des ab Freitag in Kraft tretenden Lockdowns in Israel ist die Austragung in Maccabis Heimstadion (Bloomfield) ungewiss.

Salzburgs Trainer Jesse Marsch hat Gesundheitsbedenken. "Ich persönlich möchte nicht in Israel spielen. Weil es ist gefährlich momentan, es ist gefährlich für unsere Gruppe", erklärte Marsch am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Die jüngsten Zahlen markierten mit offiziell 5.523 neuen Fällen ein Rekordhoch, in Israel sind bisher 1.147 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Der Klub "harre minütlich" einer Entscheidung durch die Uefa, erklärte ein Sprecher. Die Information sei bereits für gestern angesagt gewesen, kam bis dato aber nicht. "Organisatorisch macht es die Reise nicht leichter." Findet die Partie nicht in Israel statt, stünden etwa Griechenland und Zypern als potenzielle Gastgeber von neutralen Spielorten parat.

Unbeeindruckt davon soll die Vorbereitung der Salzburger laufen. Zunächst steht sowieso die Bundesliga-Heimpartie gegen Altach am Samstag an. Vergangenes Wochenende war die Marsch-Elf mit einem 3:1 beim WAC in die ersten Runde gestartet. Laut den geltenden Vorschriften sind bei den kommenden Spielen am Wochenende 3.000 Anhänger im Stadion erlaubt. Noch.