Die Bundesliga-Begegnung zwischen Sturm Graz und Rapid am Samstagabend in der Merkur-Arena wird zum Duell zweier angeschlagener Teams. Die Gastgeber lieferten beim 0:0 in St. Pölten einen misslungenen Auftakt ab, die Grün-Weißen ließen zuletzt die Chance auf das fünf Millionen Euro schwere Champions-League-Play-off liegen. Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer will die Niederlage gegen Gent so rasch wie möglich ad acta legen. "Es wäre mehr drin gewesen, wir haben kein schlechtes Match gemacht. Wir müssen das wegstecken und das nächste wichtige Spiel in Angriff nehmen, und das ist gegen Sturm", erklärte der 49-Jährige.

Dabei stehen die Chancen auf einen Erfolg gegen Sturm laut Statistik nicht schlecht. Die nach dem 4:1 gegen die Admira als Tabellenführer anreisenden Hütteldorfer sind gegen die Blackys seit fünf Duellen ungeschlagen und haben in ihren vier jüngsten Auftritten in Graz keine Niederlage kassiert. Sturm Graz ist saisonübergreifend seit sieben Liga-Partien sieglos und hat in den vergangenen acht Heimspielen siebenmal verloren und einmal remisiert. Der letzte Heimsieg - ein 3:1 gegen Hartberg - datiert vom November 2019.

Das weiß auch Sturms Neo-Trainer Christian Ilzer. Der hatte aber noch länger an der Nullnummer gegen St. Pölten zu kiefeln. "Das war im Rückspiegel kein gutes Spiel, wir hatten in dieser Woche einiges aufzuarbeiten", sagte der frühere Austria-Trainer. Unter Stress seien Abläufe verloren gegangen, formulierte Ilzer und forderte von seiner Mannschaft eine bessere Abstimmung. "Gegen St. Pölten hatten wir viele Reparaturläufe und sind den eigenen Fehlern hinterhergerannt." Vor Rapid zeigte der Trainer großen Respekt. "Wir sind früh in der Saison, doch Rapid ist schon gut in Form. Es wartet ein starker Gegner auf uns", betonte der 42-Jährige vor seinem ersten Liga-Heimspiel als Sturm-Trainer. 3.000 Zuschauer werden dabei sein.