Die erste Reise des TSV Hartberg durch Europa ist bereits an der ersten Station zu Ende gegangen. In Gliwice kassierten die Oststeirer bei ihrem Debüt auf dem internationalen Parkett in der Qualifikation zur Europa League eine vermeidbare 2:3-Niederlage. Trainer Markus Schopp hatte gemischte Gefühle. Auch wenn die Moral stimmte, bei den Gegentoren agierte seine Elf zu zaghaft, um bestehen zu können. Sehenswerte Treffer von Tobias Kainz (33. Minute) und Lukas Ried (75.) waren aber zu wenig, ein drittes Mal konnte Hartberg nach dem neuerlichen Rückschlag durch Michal Zyro (84.) nicht mehr kontern. Torschütze Kainz sprach von einem bitteren Abend. "Nach vorne hin haben wir viel investiert, haben zwei schöne Tore gemacht, aber leider hat es nicht gereicht", sagte der Mittelfeldmann.

Mit großer Vorfreude waren die Hartberger gen Schlesien aufgebrochen, um auch in Europa den Gegnern das Fürchten zu lehren. Das mit einem Remis und zwei Niederlagen nicht unbedingt fulminant in die Saison gestartete Piast Gliwice - 2019 noch Polens Meister - ließ die Gäste gewähren und wartete auf Fehler. Schopp hatte dies nach den Beobachtungen erwartet. Unerwartet kamen die Unkonzentriertheiten im eigenen Spiel. So kassierten die Hartberger das rasche 0:1 nach nicht einmal zehn Minuten aus einem geradlinig vorgetragenen Konter. "Das Spiel wäre richtig interessant geworden, wenn wir geführt hätten", sagte Schopp. Als Belohnung hätte eine Reise zum FC Kopenhagen gewunken. Diese darf nun Gliwice antreten.

Trifft LASK auf Sporting?

Seine Reise vor sich hat hingegen noch der Linzer ASK. Dabei könnte es für den Verein im Europa-League-Play-off ein Wiedersehen mit einem bekannten Rivalen geben. Die Linzer würden am 1. Oktober auswärts auf Sporting Lissabon treffen, sofern beide Teams ihre Spiele in der dritten Qualifikationsrunde gewinnen. Das ergab die Auslosung am Freitag im Uefa-Hauptquartier in Nyon. Der LASK empfängt am Donnerstag den slowakischen Klub Dunajska Streda, Sporting tritt gegen den schottischen Vertreter Aberdeen an. Sofern sich die Linzer und die Portugiesen durchsetzen, kommt es zum direkten Kräftemessen.