Stürmer Sasa Kalajdzic und Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser sind erstmals in Österreichs Fußball-A-Nationalmannschaft einberufen worden. Der beim VfB Stuttgart unter Vertrag stehende Kalajdzic (23) wurde wie der für den belgischen Klub Beerschot spielende Holzhauser (27) von Teamchef Franco Foda für das Länderspiel gegen Griechenland am 7. Oktober in Klagenfurt sowie die anschließenden Nations-League-Auswärtspartien in Nordirland (11.10.) und Rumänien (14.10.) nominiert.

Wie am Dienstag im Rahmen der Kaderbekanntgabe in Wien zudem vermeldet wurde, ist Marco Arnautovic weiterhin absent. Der Shanghai-Angreifer bleibt in China. Verletzt fehlen die Deutschland-Legionäre Marcel Sabitzer, Konrad Laimer, Valentino Lazaro und Florian Kainz. Foda nominierte insgesamt 26 Spieler für das Länderspiel-Triple. David Alaba ist wieder dabei, nachdem der Bayern-Star in den September-Spielen der Nations League wegen Adduktorenproblemen gefehlt hatte.

Verletzte und andere Herausforderungen

Trotz der neuerlichen Ausfälle ist Teamchef Foda optimistisch. "Das Thema Verletzungen beziehungsweise Covid-19 wird uns ja noch länger begleiten, aber wir haben bei den letzten Spielen gesehen, dass wir das gut kompensieren können", sagte Foda. Vor allem die Jungen wie Adrian Grbic und Christoph Baumgartner haben die Chance gut genützt, nun kommt in Kalajdzic ein weiterer vielversprechender Spieler nach, der mit der U21 im vergangenen Jahr mit der EM-Teilnahme aufgezeigt hat.

"Ich habe ihn schon länger auf der Rechnung gehabt, aber dann hatte er Pech mit einer Verletzung", sagte Foda über den Offensivspieler. "Zuletzt hat er aber beim VfB Stuttgart gezeigt, welche Qualität er hat."

Ausfälle sind allerdings nicht die einzige Herausforderung, mit der der ÖFB konfrontiert ist. So stand bis Dienstag nicht fest, ob 3.000 Zuschauer in Klagenfurt zugelassen werden oder das Spiel vor leeren Rängen ausgetragen werden muss. Zudem ist die Teamzukunft Arnautovics ungewiss. "Die Einreise nach Österreich wäre kein Problem, aber bei der Rückreise nach China müsste er wieder in Quarantäne", erklärte Foda, der aber in stetigem Kontakt mit einem seiner besten Spieler der vergangenen Jahre ist. "Aber es ist doch schön für einen Trainer zu sehen, wenn Junge ihre Chance bekommen und nützen."

 

Positives gibt es immerhin von Werner Gregoritsch zu berichten: Der U21-Teamchef, der vor einigen Wochen einen Herzinfarkt erlitten hat, ist wieder auf der Bank zurück und wird die Nachwuchs-Auswahl beim kommenden Lehrgang ab Sonntag betreuen.

In Bad Erlach bereitet sich die Mannschaft auf die finale Phase der EM-Qualifikation vor, die für die Österreicher am 9. Juni mit dem Auswärtsspiel gegen den Kosovo beginnt.

"Ich freue mich wirklich sehr, wieder mit den Spielern und dem Betreuerstab arbeiten zu können. Das ist wie Therapie für mich", sagte Gregoritsch. (art)

Werner Gregoritsch hat sich von seinem Herzinfarkt erholt. - © APAweb / Robert Jäger
Werner Gregoritsch hat sich von seinem Herzinfarkt erholt. - © APAweb / Robert Jäger