Der WAC und Rapid haben es schon geschafft gehabt, am Donnerstag folgte ihnen der LASK in die Gruppenphase der Europa League nach. Schon davor hatte Salzburg die Champions League erreicht, in der es ab 20./21. Oktober gegen Bayern München, Atletico Madrid und Lok Moskau geht. Die Europa-League-Vertreter erfahren ihre Gegner am Freitag, ab 13 Uhr, in Nyon.

Für den LASK erzielten am Donnerstag Gernot Trauner (14.), Marko Raguz (58.), Peter Michorl (65.) und Andreas Gruber (68.) die Tore. Tiago Tomas war der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen (42.). Bei Sporting sah Sebastian Coates in der 63. Minute wegen einer Notbremse die rote Karte.

Der LASK begann stark und setzte die Gastgeber mit seinem Pressing unter Druck. Durch das frühe Attackieren entstand auch jener Corner, der den Oberösterreichern die Führung brachte, und zwar wie so oft bei Standardsituationen dank einer Co-Produktion von Trauner und Peter Michorl, diesmal unter Mithilfe von Andreas Gruber. Michorl brachte den Ball zur Mitte, Gruber verlängerte per Kopf und Trauner köpfelte ein (14.).

Mit Fortdauer der Partie wurde Sporting aktiver, so etwa in der 27. Minute, als sich LASK-Goalie Alexander Schlager bei einem Schuss von Luciano Vietto strecken musste. In der 39. Minute lief Nuno Santos allein auf Schlager zu, entschied sich aber für einen - von Trauner abgeblockten - Pass zur Mitte, anstelle selbst zu schießen.

Wenig später landete der Ball dann doch im Tor des LASK. Nuno Santos, der als einziger der neun erst kürzlich von einer Coronavirus-Infektion genesenen Sporting-Spieler in der Startformation stand, durfte ungehindert flanken, Tiago Tomas ungehindert gegen die Laufrichtung von Schlager köpfeln (42.). Sekunden vor dem Pausenpfiff donnerte Trauner den Ball aus rund zehn Metern weit über das Tor, eine Viertelstunde zuvor hatte Sporting-Keeper Adan einen Distanzschuss von Gruber erst im Nachfassen gebändigt.

LASK immer stärker

Die zweite Hälfte stand klar im Zeichen des LASK. Nach einer Flanke von Reinhold Ranftl traf Raguz ins lange Eck (58.) zur neuerlichen Führung. Eine Minute davor hatten die Gäste Glück gehabt, denn der weißrussische Schiedsrichter Alexei Kulbakow hatte nach einem Zweikampf zwischen Trauner und Tiago Tomas keinen Torraub gepfiffen - im Gegensatz zur 63. Minute, als Husein Balic von Sebastian Coates knapp außerhalb des Sechzehners zu Fall gebracht wurde.

Der Sporting-Verteidiger sah die rote Karte, und Michorl versenkte den Freistoß im Tormann-Eck (65.). Mit dem 4:1 für den LASK durch einen sehenswerten Lupfer von Gruber war die Partie endgültig gelaufen (68.). Balic (72.), der eingewechselte Patrick Plojer (83.) und Raguz (93.) ließen sogar noch Chancen auf einen höheren Sieg aus. (apa/art)