Die Wiener Austria hat in der 4. Runde der Fußball-Bundesliga einen 2:0-Krampfsieg bei WSG Tirol eingefahren. Patrick Wimmer (46.) und Manprit Sarkaria (75.) verschafften der effizienten Austria am Innsbrucker Tivoli den zweiten Saisonsieg. Mit sieben Punkten rangiert die Austria vor den Sonntagspartien auf Rang fünf und hat nun drei Pflichtspiele in Folge gegen Wattens gewonnen. Die bei vier Punkten haltenden Tiroler blieben auch im achten Heimspiel in Folge sieglos.

Bei der Austria musste Vesel Demaku als Rechtsverteidiger aushelfen. Er sollte seine Chance, anders als die zweite Änderung in Peter Stögers Startelf, Maximilian Sax, auch nutzen. Bei der WSG ließ Trainer Thomas Silberberger Nikolai Baden Frederiksen neben Routinier Zlatko Dadic stürmen, im linken Mittelfeld feierte Ranny Smith sein Startelf-Debüt.

Die Anfangsphase gestaltete sich als vorsichtiges Abtasten und der Konsequenz, dass der WSG erstmals in dieser Saison kein frühes Tor gelang. Beide Offensivreihen konnten sich auch in der Folge überhaupt nicht in Szene setzen, zur Pause standen je zwei (ungefährliche) Torschüsse zu Buche. "Mit zwei stabilen Viererketten dagegenhalten, damit die Null steht", hatte WSG-Trainer Thomas Silberberger vor der Partie beabsichtigt gehabt. Sein Plan resultierte in der schwächsten Austria-Halbzeit dieser noch jungen Saison.

Kurioser Treffer

Doch schon die ersten Momente nach dem Seitenwechsel waren dann turbulent. Zunächst ging die Austria durch einen kuriosen Treffer in Führung: WSG-Goalie Ferdinand Oswald wehrte einen Fallrückzieher Christoph Monscheins nach vorne ab, Fabian Koch schoss bei der Klärungsaktion Wimmer an, wodurch der Ball via Unterkante der Latte ins Tor ging. Das fünfte war das erste Saisontor für die Austria aus dem Spiel heraus.

Auf der Gegenseite war Goalie Patrick Pentz gegen Raffael Behounek (48.) und vor Zlatko Dedic (50.) zur Stelle. Ein Gewaltschuss von Koch zischte ans Außennetz (61.). Und während die spielerische Vorstellung der Austria weiter überschaubar blieb, mauserte sich Pentz zum Besten: Der Schlussmann besserte einen kapitalen Ballverlust von Erik Palmer-Brown mit einem starken Reflex gegen Kelvin Yeboah aus (68.).

Während die mögliche Wende im Spiel ausblieb, schaffte die Austria im Konter die Entscheidung. Sarkaria stellte nach Doppelpass mit Wimmer - jedoch aus knapper Abseitsposition - auf 2:0 (75.). Der Torschütze profitierte dabei auch von seinem Ausrutscher beim Abschluss, denn das gab dem Ball eine unorthodoxe Flugbahn und ließ Oswald ohne Abwehrchance zurück. Von diesem Tiefschlag erholten sich die Tiroler nicht mehr. (apa)