Mit 27 Treffern und Kantersiegen von Salzburg, Rapid und Sturm Graz hatten Fußballfans in der abgelaufenen vierten Runde der Bundesliga diesmal außerordentlich Grund zum Jubeln. Besonders groß war die Freude bei den Hütteldorfern, die dank des 3:0-Heimsiegs gegen den LASK ihr Standing als erster Verfolger von Titelverteidiger Red Bull Salzburg am Sonntag untermauern konnten. Tatsächlich blieben die Oberösterreicher drei Tage nach dem grandiosen Europa-League-Aufstieg bei Sporting Lissabon (und ohne Kapitän Gernot Trauner) vieles schuldig.

Eine harte Zeit am Platz hatten auch die Altacher, die nach einem 0:4 gegen Sturm Graz und einem Punkt in der Tabelle mit dem Rücken zur Wand stehen. Umso fröhlicher wurde der erste Saisonsieg von Sturm-Trainer Christian Ilzer gefeiert. "Es tut gut, mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause zu gehen", sagte der Coach nach dem klaren Heimerfolg. Mit der Ausbeute nach vier Runden ist er aber nur bedingt zufrieden. "Wir sollten mehr als sechs Punkte haben. Der Sieg war sehr wichtig, sonst wären wir ergebnistechnisch schon unter Druck geraten."

Nicht bloß unter Druck gesetzt, sondern mit einem Gesamtscore von 1:7 regelrecht erdrückt wurde der TSV Hartberg. Und das, obwohl bei Gegner Salzburg vor Anpfiff des Matches drei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Während in Salzburg noch über die Herkunft der Infektionen gerätselt wird - eine Ansteckung im Europacup gegen Maccabi Tel Aviv ist nicht auszuschließen -, hat das Ganze für den Kader und auch für die Nationalmannschaft Konsequenzen.

Foda muss nachnominieren

Weil die Salzburg-Spieler Corona-bedingt für das Testspiel am Mittwoch gegen Griechenland nicht in Frage kommen und einige andere Schonung brauchen, muss Teamchef Franco Foda dringend nachnominieren. Dabei könnten gleich vier Debütanten zu Ehren kommen: Sasa Kalajdzic hat von Foda schon eine Einsatzgarantie erhalten. Aber auch Marco Friedl, Maximilian Ullmann sowie Raphael Holzhauser dürfen sich Hoffnungen auf ihre Premiere im ÖFB-Trikot machen. Ein Spaziergang wird der Einsatz im Wörthersee-Stadion nicht werden. Schließlich wartet die Nationalelf seit 1993 auf einen Sieg über die Hellenen. In den jüngsten vier Duellen setzte es bei einem Unentschieden gleich drei Niederlagen. Der bisher letzte 2:1-Erfolg datiert vom 10. März 1993.(rel)