Es wird ein spannender Fußballabend der Vorentscheidungen. Tatsächlich stehen Österreichs Bundesligisten WAC, LASK und Rapid vor der zweiten Runde der Europa League gewissermaßen unter Zugzwang. Zwei Niederlagen und ein Remis reichten zuletzt nicht für eine Machtdemonstration, und so zählen für die Klubs am Donnerstag gegen grundsätzlich schlagbare Gegner wie Feyenoord, Ludogorez oder Molde nur Punkte. Eine Unsicherheit ist und bleibt natürlich auch das Thema Corona.

WAC: Auf den WAC wartet am Donnerstagabend (18.55 Uhr MEZ /Dazn) auswärts mit dem niederländischen Fußball-Traditionsklub Feyenoord Rotterdam laut Trainer Ferdinand Feldhofer "das nächste Kaliber". Eine Woche nach dem starken Auftritt beim 1:1 zum Europa-League-Auftakt zu Hause gegen ZSKA Moskau hoffen die Kärntner auch im zweiten Spiel der Gruppe K auf Zählbares. "Um dort etwas mitzunehmen, braucht es eine absolute Topleistung", betonte Feldhofer vor dem Gastspiel im De Kuip. Das zweitgrößte Stadion der Niederlande, in dem bei internationalen Spielen bis zu 47.500 Zuschauer Platz finden, wird jedoch leer bleiben. Im Land des Europameisters von 1988 sind aufgrund der zweiten Corona-Welle mit zuletzt über 10.000 Neuinfizierten pro Tag weiterhin keine Fans bei Fußballspielen erlaubt. Leichter wird es für den WAC dadurch aber nicht.

LASK: Im "Bonusspiel" bei Tottenham zum Auftakt ohne Punkte geblieben, peilt der Linzer ASK nun am Donnerstag (18.55 Uhr/ Dazn) das erste Erfolgserlebnis in der laufenden Europa League an. Im Heimspiel gegen Bulgariens Serienmeister Ludogorez Rasgrad wollen die Linzer ihre altbekannten Tugenden ausspielen und als Sieger hervorgehen. "Unser Ziel sind drei Punkte", stellte dementsprechend auch LASK-Coach Dominik Thalhammer klar.

Wie gut das 0:3 beim Gruppenfavoriten Tottenham verdaut wurde, zeigte der überzeugende Auftritt beim 4:0 gegen St. Pölten am Wochenende. "Wenn wir eine ähnliche Herangehensweise haben und einige Dinge noch optimieren, dann werden wir morgen ein sehr gutes Spiel machen", meinte Thalhammer voller Überzeugung. Dass bei Ludogorez am Wochenende der Tscheche Pavel Vrba von Interimstrainer Stanislaw Gentschew abgelöst wurde, mache die Sache "natürlich komplizierter, wir haben uns aber ein gutes Bild über die Mannschaft gemacht", so Thalhammer.

Rapid: Eine Woche nach der bitteren 1:2-Heimniederlage zum Auftakt gegen Topfavorit Arsenal gastiert Österreichs Vizemeister Rapid Wien am Donnerstagabend (21 Uhr MEZ/Puls 4) im norwegischen Molde. Aufgrund der strengen Vorschriften in Norwegen - dort verlangen die Behörden vor dem Spiel noch einen weiteren negativen PCR-Test unmittelbar nach der Einreise - machten sich die Hütteldorfer bereits am Dienstag auf den Weg in den hohen Norden.

Vor dem Abflug gab es keinerlei Überraschungen. "Alle Tests waren negativ", berichtete Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. Nachsatz: "Das Einzige, was jetzt positiv sein soll, ist das Resultat des Spiels." Man werde deshalb "alles daran setzen", um erstmals in der Gruppe B anzuschreiben. "Wir freuen uns auf das Duell mit Molde und wollen dort die drei Punkte mitnehmen", betonte auch Kapitän Dejan Ljubicic.(rel/apa)