Bei Feyenoord läuft an einem düsteren Abend alles schief. Der Himmel weinte letzte Nacht über Rotterdam." - "Nur der serbische Schiedsrichter war noch schlechter als das Spiel von Feyenoord." Wer solche Kritiken in der Zeitung lesen muss, hat ein Problem. Allein den WAC, der am Donnerstagabend den favorisierten Europa-League-Gruppengegner Feyenoord 4:1 geschlagen hatte, muss das nicht kümmern. Die Kärntner schweben auf Wolke sieben. Matchwinner für den WAC, der nun auch die Gruppe K anführt, war Kapitän Michael Liendl, der drei Tore erzielte.

Mit entsprechend geschwellter darf der WAC daher ins Bundesliga-Wochenende gehen. Hier geht es am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr) in der sechsten Runde mit dem Gastspiel bei der Admira weiter. Das erklärte Ziel der Wolfsberger beim Tabellenneunten ist der zweite Meisterschaftssieg, mit dem man sich vom zehnten Rang ins Tabellenmittelfeld verbessern will. "Das ist ein Gegner, gegen den wir voll punkten müssen", sagt WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer.

Punkten wollte am Donnerstag eigentlich auch Rapid, nun steht man in der Europa League bereits nach nur zwei Spielen unter Zugzwang. Österreichs Vizemeister enttäuschte auswärts gegen Molde, verlor mit 0:1 und hat schon sechs Punkte Rückstand auf die Aufstiegsränge. Einziger Lichtblick war die Leistung von Torhüter Paul Gartler, der überraschend den Vorzug gegenüber Richard Strebinger bekommen hatte.

Strebinger hatte zuletzt Schwächen gezeigt, weshalb sich Coach Dietmar Kühbauer für Gartler entschied. Der 23-Jährige, der in der Bundesliga erst zwei Spiele absolvierte, dankte es mit einer fehlerlosen Partie. Mit einigen Paraden hielt er seine Elf im Spiel, beim Tor von Ohi Omoijuanfo (65.) war er ohne Chance.

Blick nach vorne richten - so lautet beim Vizemeister die Devise, wenn am Sonntag (14.30 Uhr) gegen Altach die Chance zur Rehabilitierung ansteht. "Die Jungs werden natürlich jetzt nach dem Donnerstagspiel alles versuchen, dass wir einen Dreier einfahren", sagt Kühbauer und verweist auf eine positive Bundesliga-Bilanz.

LASK: "Fast selbst gekillt"

Vorsicht ist auch beim Linzer ASK angesagt, der vor lauter Übermut am Donnerstag beinahe noch den 4:3-Sieg über Europa-League-Gegner Ludogrets Rasgrad verspielt hätte. "Beim Stand von 4:1 wollten wir den Gegner killen und haben uns fast selbst gekillt", sagte LASK-Trainer Dominik Thalhammer nach dem dramatischen 4:3-Erfolg. "Da waren wir zu naiv, daraus müssen wir lernen. Wir haben 70 Minuten eine Topleistung geboten" - eine Leistung, die der LASK nach Möglichkeit auch am Sonntag (17 Uhr) bei Sturm Graz abrufen will. Für Meister Salzburg geht es dafür Schlag auf Schlag. Am Samstag (17 Uhr) empfängt der noch makellose Bundesliga-Spitzenreiter die WSG Tirol, am Dienstag ist in der Champions League der große FC Bayern zu Gast.(apa/rel)