RB Leipzig will Paris Saint-Germain zweieinhalb Monate nach dem klar verlorenen Halbfinal-Duell in der Fußball-Champions-League dieses Mal in die Schranken weisen. Am Mittwochabend (21 Uhr/Dazn) gastiert ein personell geschwächter französischer Meister in Leipzig. PSG muss unter anderen auf seine Stürmerstars Kylian Mbappe und Neymar verzichten. Mit einem Heimsieg könnte der deutsche Bundesligist einen wichtigen Schritt Richtung K.o.-Phase machen.

Nach zwei Runden liegen Leipzig und Paris bei je drei Zählern gleichauf. Die Punkte fuhr das Duo jeweils gegen Außenseiter Istanbul Basaksehir ein, gegen Manchester United setzte es Niederlagen. Eines der Spiele gegen PSG zu gewinnen sei Pflicht, "wenn wir in der Gruppenphase weiterkommen wollen", betonte RB-Trainer Julian Nagelsmann. Der 33-Jährige war einst bei Augsburg ins Betreuerteam von Lehrmeister Thomas Tuchel eingebunden. Dieser steht nun für PSG an der Seitenlinie.

0:3 endete das jüngste Aufeinandertreffen mit PSG am 18. August in Lissabon aus Sicht der Leipziger. Marcel Sabitzer, der derzeit verletzte Konrad Laimer und Co. waren damals chancenlos. Nagelsmann wollte "gewisse Lehren" daraus gezogen haben. Das Heimspiel soll nun gewonnen werden. "Um dann im Rückspiel in Paris nicht diesen Mega-Druck zu haben und eher den Druck auf ihre Seite zu legen", merkte Nagelsmann an.

Offensivdefizite bei RB

Zuletzt klappte es für sein Team aber vor allem in der Offensive nicht. Dem 0:5 in Manchester vor einer Woche folgte ein 0:1 bei Mönchengladbach in der Bundesliga und damit der Verlust der Tabellenführung. Unter Nagelsmann hatte Leipzig noch nie zwei Spiele nacheinander ohne eigenen Treffer absolviert.

Paris siegte auch ohne Neymar (Adduktorenprobleme) am Wochenende bei Nantes mit 3:0. Mbappe traf per Elfer und wurde dann im Finish geschont. Der Weltmeister machte aber die Reise nach Leipzig dann nicht mit. Der 21-Jährige falle wegen Achillessehnen-Problemen aus, teilte der Verein mit. Verzichten muss PSG auch auf die angeschlagenen Julian Draxler, Marco Verratti und Mauro Icardi. Tuchel beklagte am Wochenende - noch vor der Kunde von Mbappes Verletzung - den dichten Terminplan. "Wir bringen die Spieler um", sagte er nach dem Sieg in Nantes. Dass die besten Akteure zusätzlich zu den Klubspielen auch in Länderspielen gefordert seien, sei "einfach zu viel". Sportlich wusste der Champions-League-Finalist der Vorsaison nach einem schwachen Saisonstart in der Ligue 1 zuletzt zu gefallen. Nach sieben Siegen in Folge steht der Titelverteidiger nach neun Runden wieder an der Spitze der Tabelle.

Im Parallelspiel der Gruppe H will Manchester United in Istanbul drei weitere Punkte mitnehmen und dem Aufstieg einen großen Schritt näherkommen.

In weiteren Mittwoch-Partien strebt der national enttäuschende FC Barcelona zu Hause gegen Dynamo Kiew nach dem dritten Sieg in der Königsklasse. Konkurrent Juventus tritt bei Ferencvaros in Budapest an. Borussia Dortmund gastiert in Gruppe F beim FC Brügge, bei einer Niederlage gegen die Belgier droht der BVB den Anschluss an die Top-Zwei zu verlieren. Spitzenreiter Lazio Rom ist bei Zenit St. Petersburg im Einsatz. Chelsea und der FC Sevilla wollen außerdem in Gruppe E ihre Positionen auf den Plätzen eins und zwei in Heimspielen gegen Rennes beziehungsweise Krasnodar einzementieren.