Mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen in der Türkei (Freitag, 18 Uhr) und gegen Andorra (am Dienstag in Ried, 20.25 Uhr/beide ORF-Sport+) will sich Österreichs U21-Fußball-Auswahl im Qualifikations-Finish das Ticket für die EM 2021 sichern. Teamchef Werner Gregoritsch muss allerdings gleich auf acht Kicker verzichten - dennoch zeigte er sich im Vorbereitungs-Trainingslager in Bad Schallerbach (OÖ) überzeugt, "dass wir trotz der Ausfälle einen schlagkräftigen Kader für unsere beiden Endspiele haben".

Wöber als Abwehrstütze

Mit Marko Raguz, Emanuel Aiwu, Lukas Malicsek, Matthäus Taferner, Robert Ljubicic, Nicolas Meister, Alexander Schmidt sowie zuletzt auch noch Yusuf Demir stehen Gregoritsch acht Spieler nicht zur Verfügung. Dafür wurden Junior Adamu (Liefering), Onurhan Babuscu, Leonardo Lukacevic (beide Admira), Valentino Müller (LASK), Nemanja Celic (WSG Tirol), Daniel Nussbaumer und Johannes Tartarotti (beide Altach) einberufen. Insgesamt stehen nun, mit den bereits zuvor nominierten Tobias Lawal, Patrick Wimmer und Leo Greiml acht Debütanten im Aufgebot für die Entscheidungsspiele. Umso wichtiger war daher, dass es von Serienmeister Red Bull Salzburg Corona-Entwarnung gegeben hatte und daher die erfahrene Defensivstütze Maximilian Wöber mit von der Partie sein darf.

Um sich als einer der fünf besten Gruppenzweiten zum zweiten Mal in Folge für eine U21-Europameisterschaft zu qualifizieren, sind zwei Siege Pflicht. Der Gruppensieg in Pool 3 ist längst für England reserviert - den Briten war die Gregoritsch-Elf zwei Mal (1:5 und 1:2) unterlegen.

"Natürlich ist jetzt ein gewisser Druck da für die Spieler. Wir wissen, dass wir in der Türkei gewinnen müssen. Aber ich bin überzeugt, dass uns das gelingt, wenn wir uns auf unsere Art Fußball zu spielen konzentrieren und wir uns von äußeren Umständen nicht aus der Ruhe bringen lassen", meinte Gregoritsch. Sein Team hatte im Oktober 2019 die Türkei klar mit 3:0 besiegt, ein Monat davor Andorra auswärts 3:1 geschlagen. Dass die Türken als Tabellenfünfte keine Chance mehr auf die Qualifikation haben, dürfte zumindest kein Nachteil für die ÖFB-Youngsters sein.

Wolf: "Nie aufgeben"

Der Re-Start nach der Corona-Zwangspause verlief mit dem 1:5 gegen Albanien, dem knappen 1:2 gegen Gruppensieger England und dem 1:0-Arbeitssieg über den Kosovo eher durchwachsen. "Wir haben zuletzt bei einem schwierigen Match im Kosovo gezeigt, dass wir als Team sehr gut funktionieren, bis zur letzten Minute kämpfen und nie aufgeben", meinte Mönchengladbach-Legionär Hannes Wolf optimistisch. Der Ex-Salzburger hatte sich ja bei der EM-Endrunde 2019 in Italien schwer verletzt und konnte erst nun im Herbst an seine früheren Leistungen anschließen. "Nach den Niederlagen im September haben wir uns im Kosovo zurückgemeldet, und wir werden auch jetzt alles geben, um unser Ziel zu erreichen und zur EM zu fahren", so Wolf.(apa/may)