Ungarn darf sich in der Hammergruppe der Fußball-EM auf zwei Heimspiele freuen, die Schotten außerdem auf das prestigeträchtige Aufeinandertreffen mit England. Und mit Nordmazedonien steht Österreichs Auftaktgegner am 13. Juli fest. Fast 20 Monate nach dem Startschuss in die EM-Qualifikation endete diese in den Play-off-Finali am Donnerstagabend mit dramatischen Szenen. In Budapest wurde Salzburgs Dominik Szoboszlai zum Helden, in Belgrad Schottlands Torhüter David Marshall.

"Es waren vier Isländer vor mir, zum Glück hat Könyves einen genommen, und ich dachte mir, bei 20 Metern schieß ich. Es hat funktioniert", schilderte Szoboszlai seinen Antritt von der Mittellinie, der in der 92. Minute mit dem 2:1-Siegestreffer gegen die Nordländer belohnt wurde. Szoboszlais Wunsch für die Endrunde war ein naheliegender: "Ich hoffe wirklich, dass wir dann vor einem vollen Haus spielen können." In der Gruppe mit Weltmeister Frankreich, Ex-Weltmeister Deutschland und dem regierenden Europameister Portugal dürfen die Ungarn im kommenden Juni gegen die Franzosen und Iberer in Budapest antreten - so die Pandemie eine Kontinental-EM überhaupt zulässt.

Eine schottische Jubeltraube gab es in Belgrad: David Marshall, schon im Halbfinale gegen Israel im Elfmeterschießen Schottlands Held, parierte in der Entscheidung gegen Serbien den fünften Versuch von Aleksandar Mitrovic. Nach 120 Minuten war es 1:1 gestanden, wobei den Serben erst in der 90. Minute der Ausgleich gelungen war. Damit ist das erste Endrundenturnier für die Schotten seit der WM 1998 perfekt - sie dürfen sich auch über zwei Heimspiele in Glasgow (gegen Tschechien und Kroatien) freuen, dazwischen gibt es das Prestigeduell gegen England in Wembley.

Die Slowakei komplettiert nach dem 2:1-Sieg n. V. in Nordirland das Feld der Gruppe E mit Spanien, Polen und Schweden.

Nordmazedonien im Taumel

Groß der Jubel am Donnerstag auch in Nordmazedonien, nachdem in Georgien - dank des Goldtores von Altmeister Goran Pandev - das erstmalige EM-Ticket gelöst wurde. "Wir werden in der Endrunde um den Stolz der ganzen Nation spielen", kündigte Teamchef Igor Angelovski in der Stunde des Triumphes an.