Während es für Österreichs Fußballmeister Red Bull Salzburg heute, Mittwoch, um Wiedergutmachung für das 2:6 gegen den FC Bayern München geht, haben es am Dienstag vier Teams bereits ins Achtelfinale der Champions League geschafft. Der FC Barcelona, Juventus Turin, Chelsea und der FC Sevilla sicherten sich ihre Tickets. Im Schlager des Tages wahrte Paris Saint-Germain seine Aufstiegschance mit einem 1:0 gegen RB Leipzig.

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage vor drei Wochen in Leipzig kehrten Kylian Mbappe und Neymar bei PSG in die Startformation zurück. Im zentralen Mittelfeld der Leipziger, das erst im neuen Jahr wieder von Konrad Laimer bearbeitet wird, agierte Kapitän Marcel Sabitzer an der Seite von Amadou Haidara, eines weiteren Ex-Salzburgers.

Sabitzer stand auch bei der entscheidenden Situation im Mittelpunkt: Der ÖFB-Teamspieler verursachte mit einem ungeschickten Einsteigen gegen Angel Di Maria einen - allerdings strittigen - Elfmeter, den Neymar verwertete (11.). Schon bei der 0:5-Pleite bei Manchester United, Leipzigs bis dahin einziger Champions-League-Niederlage der Saison, hatte Sabitzer ein Elferfoul begangen.

Dabei waren die Deutschen im Prinzenpark die ambitioniertere Mannschaft. Ein Sabitzer-Schuss wurde neben das Tor abgefälscht (12.). Nach Seitenwechsel verwaltete Paris mit einiger Mühe die Führung. Im direkten Duell mit den punktegleichen Leipzigern, die sie im Halbfinale der Vorsaison mit 3:0 besiegt hatten, hätte Frankreichs Serienmeister nun die Nase vorne.

Marcel Sabitzer agierte glücklos. - © APAweb / afp, Franck Fife
Marcel Sabitzer agierte glücklos. - © APAweb / afp, Franck Fife

Tabellenführer Manchester United ließ im Parallelspiel mit einem 4:1-Sieg gegen Istanbul Basaksehir nichts anbrennen. Mann des Spiels war Bruno Fernandes mit einem frühen Doppelpack (7., 19.). Den dritten United-Treffer, seinen fünften im laufenden Bewerb, besorgte Marcus Rashford per Elfmeter nach Foul an ihm selbst (35.). In der Endphase war auch noch Daniel James erfolgreich (92.).

Haaland trifft und trifft und trifft

Bereits sechsmal in dieser Spielzeit in der Königsklasse getroffen hat Dortmunds Erling Haaland. Beim 3:0 gegen Club Brügge erzielte der Norweger einen Doppelpack (18., 60.). Der frühere Salzburg-Goalgetter traf erst via Innenstange ins kurze Eck. In der zweiten Hälfte kam er im Strafraum glücklich an den Ball und schloss ab. Haaland hält nun bei 16 Toren in zwölf Champions-League-Einsätzen seiner Karriere. In der Liga war dem 20-Jährigen zuletzt gegen Hertha BSC (5:2) ein Viererpack gelungen.

Gegen Brügge versenkte Jadon Sancho auch noch einen sehenswerten Freistoß (45.). Dortmund befindet sich als Tabellenführer der Gruppe F damit wie Lazio Rom klar auf Aufstiegskurs. Die Römer besiegten Zenit St. Petersburg dank zweier Treffer von Stürmerstar Ciro Immobile (3., 55./Elfer) sowie eines Distanzschusses von Kapitän Marco Parolo (22.) sicher mit 3:1 und liegen einen Zähler hinter Dortmund sowie vier vor Brügge.

Barcelona mit weißer Weste

Barcelona löste das Achtelfinalticket auch mit einer B-Elf durch ein 4:0 bei Dynamo Kiew. Lionel Messi war zu Schonungszwecken zu Hause geblieben, einige weitere Stars saßen auf der Ersatzbank, zahlreiche Reservisten gaben ihre Champions-League-Debüts. Der Däne Martin Braithwaite kam auf zwei Tore und ein Assist. Der 29-Jährige bediente erst den US-Amerikaner Sergino Dest (52.). Nach einem Abstauber aus kurzer Distanz (57.) schlug der Stürmer als Gefoulter auch noch selbst per Elfmeter zu (70.). Für den Endstand sorgte der eingewechselte Antoine Griezmann (92.).

Barcelona hält damit nach vier Runden beim Maximum von zwölf Punkten. Juventus folgt nach einem 2:1 gegen Ferencvaros Budapest drei Zähler dahinter auf dem zweiten Aufstiegsrang. Nach frühem Rückstand gelang Cristiano Ronaldo mit seinem 131. Champions-League-Tor der Ausgleich (35.). Bis zum entscheidenden Tor durch Alvaro Morata, das den Aufstieg fixierte, musste Italiens Meister aber bis in die zweite Minute der Nachspielzeit zittern.

Auch Chelsea und Sevilla sicherten sich ihre Achtelfinal-Tickets in Gruppe E jeweils durch in der Nachspielzeit sichergestellte 2:1-Siege. Die Londoner siegten nach Toren von Callum Hudson-Odoi (22.) und Joker Olivier Giroud (91.) bei Stade Rennes ebenso nach 1:0-Pausenführung wie der FC Sevilla beim FK Krasnodar. Matchwinner für Sevilla war der Marokkaner Munir El Haddadi (95.). Davor hatte der Ex-Salzburger Wanderson (56.) die Führung der Andalusier durch Ivan Rakitic (4.) ausgeglichen. Chelsea ist aufgrund der besseren Tordifferenz vor Sevilla Tabellenführer. (apa/red)