Alle drei Partien verdienen das Prädikat "richtungsweisend": Für alle drei rot-weiß-roten Europa-League-Starter ist in ihren Gruppen noch alles drin - nach dem vierten Spieltag am Donnerstag werden sich die Reihen allerdings lichten. Mit Siegen ist für Rapid, dem LASK und WAC der Aufstieg in die K.o.-Phase möglich - bei Niederlagen droht indes das frühzeitige Aus im Winter.

Schauplatz Linz: Die beste Ausgangsposition der heimischen Europacup-Vertreter hat zweifelfrei der LASK - vor allem dank des 1:0-Auswärtserfolgs vor drei Wochen in Antwerpen. Wird gegen Royal auch das Rückspiel auf der Gugl gewonnen (18.55 Uhr/Dazn), dürfen sich die Athletiker schön langsam mit dem Sechzehntelfinale befassen - so wie im Vorjahr. Der belgische Cupsieger und direkte Konkurrent und den Gruppe-J-Aufstieg wäre dann wohl entscheidend abgehängt; und der Elf von Dominik Thalhammer würde schon ein einziger Sieg aus den noch ausstehenden Partien gegen Tottenham und Rasgrad zur Glückseligkeit reichen.

Thalhammer indes war bemüht, Druck von seien Akteuren zu nehmen: "Ich sehe das Spiel nicht als vorentscheidend", meinte er, schließlich könne man ja auch Tottenham noch schlagen. "Ich schätze Antwerpen nach wie vor hoch ein. Sie sind taktisch sehr gut. Es war im Hinspiel eine große Herausforderung, und das ist es auch wieder. Doch es gibt uns schon Kraft, dass wir sie geschlagen haben", sagte der Ex-Damen-Nationaltrainer.

Schauplatz Dublin: Drei magere Pünktchen aus den drei bisherigen Gruppenspielen - damit steht Rapid beim irischen Underdog Dundalk FC am Donnerstag (21 Uhr/Puls 4) vor einem Pflichtsieg. Gelingt dieser, darf man weiterhin auf ein Endspiel am letzten Spieltag gegen Molde hoffen; bei einem Punkteverlust auf der grünen Insel, können die Grün-Weißen wohl ihre Aufstiegsambitionen begraben. Nach dem turbulenten 4:3 im Hinspiel in Hütteldorf wird wohl niemand mehr die robusten Iren unterschätzen, durch den krankheitsbedingten Ausfall von Trainer Dietmar Kühbauer fehlt allerdings einer der wichtigsten Akteure bei Rapid. Sein Ersatz, Co-Trainer Manfred Nastl, fordert ein besseres Zweikampf- und Defensivverhalten als zuletzt. "Wir wissen, worum es geht. Wir wollen drei Punkte holen, damit wir im Rennen bleiben", erklärte der 48-Jährige.

Schauplatz Klagenfurt:Und schließlich hat es auch der WAC noch in der Hand, mit einem Sieg im Wörthersee-Stadion über Dinamo Zagreb (18.55 Uhr/Dazn) den Aufstieg aus eigener Kraft zu schaffen. "Wir wissen, was wir erreichen können. Wir sind in einer guten Ausgangssituation, wissen dass es ein Schlüsselspiel sein wird, um die Sensation, den Aufstieg, zu schaffen", erklärte WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer.

Mit Blick auf die Gruppe-K-Tabelle könnte eine weitere Niederlage gegen Dinamo - vor drei Wochen unterlag der WAC auswärts mit 0:1 - aber unangenehme Folgen haben. "Wir müssen zumindest punkten, sonst wird es schwierig", sagte Feldhofer. Positiv für beide Teams: Anders als beim Hinspiel, wo mehr als ein Dutzend Spieler passen musste, vermeldeten beide Mannschaften keinen Corona-Fall mehr.(may)