Zwei österreichische Fußball-Klubs haben vor dem letzten Spieltag in der Europa League noch die Chance auf das Weiterkommen in die K.o.-Runden, der WAC sowie Rapid. Der Lask ist nach einem 3:3 daheim gegen Tottenham Hotspur hingegen in der Gruppenphase ausgeschieden.

Aus Sicht der Linzer fiel diese Partie in Kategorie "So kann's gehen". Dann nämlich, wenn auf der anderen Seite eine Effektivtätsmaschine steht, wie es Mannschaften von Trainer José Mourinho oft sind. Denn es war eine starke Leistung der Linzer gegen den immerhin aktuellen Tabellenführer des englischen Premier League. Und ein 3:3 ist auch nicht nichts.

Dreimal traf der Lask gegen Joe Hart. Einmal zu wenig. - © APAweb / Georg Hochmuth
Dreimal traf der Lask gegen Joe Hart. Einmal zu wenig. - © APAweb / Georg Hochmuth

Vor allem in der ersten Hälfte war der Lask die aktivere, ja sogar bessere Mannschaft. Johannes Eggestein traf gleich zu Beginn die Innenstange, und auch danach war Torhüter Joe Hart durchaus beschäftigt. Zur Führung der Gastgeber traf Peter Michorl per Fernschuss nach einem Konter (42.), wobei diesem Tor ein Unglück von Tottenham-Spieler Matt Doherty voranging, der unbehindert ausrutschte und überknöchelte.

Bale und Alli treffen vom Elfmeterpunkt

Dass das Glück ein Vogerl ist, offenbarte sich dann kurz vor der Pause, als Andrés Andrade ein Schuss aus kurzer Distanz im Strafraum an die Hand ging. Der Elfer war, zumindest laut der letzten Änderung der Hands-Regel, unstrittig, die Aktion dennoch unglücklich, denn der Schuss war aus kurzer Distanz. Gareth Bale trat an und traf zum 1:1.

Auch in der zweiten Hälfte war der Lask mutig, aber in einer entscheidenden Szene erratisch. Der Mittelfeldspieler Mads Emil Madsen konnte einen scharfen Pass nicht gut stoppen, der Ballbesitz wechselte in Richtung Tottenham, und zwar blitzschnell. Einen Pass, einen Sprint und einen Schuss von Heung-min Son später stand es 2:1. Danach schnürte sich Tottenham wie gewohnt selbst ein, dennoch kam der Lask zum Ausgleich durch Eggestein nach einem Fehler, da schau her, der Tottenham-Abwehr.

Eine Minute später pfiff der Schiedsrichter aber wieder Elfmeter, diesmal nach einem Laufduell mit leichtem Kontakt. Dele Alli verwertete sicher (86.), doch Tottenham brachte auch die zweite Führung nicht über die Zeit. Es war der Franzose Mamoudou Karamoko, der von der Strafraumgrenze zum 3:3 ins Eck schlenzte.

Wolfsberg fehlt nur mehr ein Punkt zum Aufstieg

Dario Vizinger sorgte für den Siegtreffer für den WAC. - © AFP / Pavel Golovkin
Dario Vizinger sorgte für den Siegtreffer für den WAC. - © AFP / Pavel Golovkin

Dafür ist der WAC auf Aufstiegskurs nach einem verdienten 1:0-Sieg bei ZSKA Moskau. Dario Vizinger entschied mit seinem Traumtor aus 25 Metern (22.) die Partie in Russlands Hauptstadt. Es war der bereits zweite Sieg für das Team von Trainer Ferdinand Feldhofer nach dem fulminanten 4:1-Erfolg bei Feyenoord Rotterdam.

Die Wolfsberger halten nun bei sieben Zählern, Feyenoord bei zwei weniger, da die Niederländer im Parallelspiel zu Hause gegen Dinamo Zagreb 0:2 unterlagen. Damit ist der kroatische Meister vorzeitig Sieger der Gruppe K, dem WAC genügt am letzten Spieltag bereits ein Remis am kommenden Donnerstag zuhause gegen Feyenoord zum erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde der letzten 32.

 

Rapid gegen Arsenal ohne Chance

Der Auftritt von Rapid Wien in London war in der Frage des Aufstiegs von eher sekundärer Bedeutung. Schon vor dem Spiel war klar, dass die letzte Partie in Wien zum direkten Finale mit Molde werden wird, das klar mit 3:0 gegen Dundalk gewann. Rapid braucht nächsten Donnerstag einen Sieg gegen die Norweger. Gegen Arsenal gab es für Rapid nichts zu holen, wobei sich Trainer Didi Kühbauer dafür entschied, zahlreiche Stammspieler zu schonen, im Tor agierte wieder Richard Strebinger. Am Ende war Rapid mit dem 1:4 noch recht gut bedient. Auch für die bereits als Gruppensieger feststehenden Engländer war das Spiel ein besserer Test.