Über Lospech kann sich Österreichs Fußball-Nationalteam in der jüngeren Vergangenheit wahrlich nicht beklagen: Sowohl bei den EM-Qualifikationen für 2016 und 2021, inklusive den beiden Endrunden-Gruppen, als auch der WM-Qualifikation für Russland 2018 blieben der rot-weiß-roten Equipe Horrorlose erspart - allein, dies ausnutzen gelang nicht immer. Insofern darf man gespannt sein, ob es der Elf von Franco Foda heute bei der Auslosung der europäischen WM-Qualifikation für Katar 2022 (17.50 Uhr/ORF-Sport+) in Zürich wieder einmal kalt über den Rücken läuft.

Positiv schlugen sich bei der Topfeinteilung die guten Resultate in der Ära Foda nieder - womit die ÖFB-Auswahl als 23. der Fifa-Weltrangliste aus Topf 2 gelost wird. Als Gruppensieger der Nations League konnten zuletzt gleich zwei Ränge gutgemacht werden - im Europa-Ranking ist man immerhin auf Platz 15.

Damit ist logischerweise fix, dass man nicht in eine Gruppe mit Schweiz, Wales, Polen, Schweden, Ukraine, Serbien, Türkei, Rumänien und der Slowakei gelost werden kann. Als Gruppenköpfe warten mit Belgien, Frankreich, England, Portugal, Spanien, Italien, Kroatien, Dänemark, Deutschland oder den Niederlanden dafür durchwegs starke Gegner.

Horror- und Wunschlose

Gäbe es ein Wunschlos, würden sich Österreichs Fußballfans womöglich auf folgende Gruppe einigen können: Dänemark (Topf 1), Griechenland (3), Luxemburg (4) und Andorra (5).

Bei dieser Konstellation würde Foda indes am Montag wohl einmal kräftig durchschnaufen: Frankreich (1), Russland (3), Bosnien (4) und Färöer (5).

Äußerst kurz wären die Wege beim Los Deutschland (1), Ungarn (3), Slowenien (4) und Kosovo (5).

Sehr lang dafür, wenn das ÖFB-Team folgendes Quintett zugewiesen bekäme: Portugal (1), Russland (3), Georgien (4), Aserbaidschan (5) und Malta (6).

Ausgelost werden zehn Gruppen, je fünf Fünfer- und fünf Sechserpools; erledigt wird diese Phase der Qualifikation im Jahr 2021 - gespielt wird im März, September, Oktober und November. Die zehn Sieger lösen auf direktem Weg ihr Ticket für die WM 2022 in Katar (21. November bis 18. Dezember 2022). Für die restlichen drei Plätze gibt es ein etwas kompliziertes Verfahren im März 2022: Die Gruppenzweiten bestreiten dann mit den Nations-League-Gruppensiegern ein Play-off aus zwölf Teams um die Last-Minute-Tickets. Österreich hätte für diese Entscheidungsspiele (jeweils Halbfinale und Finale) als Nations-League-Gruppensieger eine Hintertür offen. (may)