Dänemark, Schottland, Israel, Färöer und Republik Moldau - Österreichs Fußball-Nationalteam wurde am Montagabend in Zürich in eine ausgeglichene, aber machbare Gruppe für die Qualifikation zur WM 2022 in Katar gelost. Die Gruppensieger der Ausscheidung, die am 24. März des kommenden Jahres beginnt, haben ihr Ticket für die Titelkämpfe fix, die Gruppenzweiten sowie die beiden besten Gruppensieger der Nations League, die in ihren Qualifikationspools nicht Erster beziehungsweise Zweiter werden, spielen dann im Play-off von 24. bis 29. März 2022 noch um die restlichen drei WM-Tickets. Insgesamt 13 der 32 WM-Teilnehmer in Katar kommen aus Europa. Österreich war zuletzt 1998 in Frankreich bei einer Weltmeisterschaft dabei.

Die Hoffnung ist groß, dass diese Durststrecke nun beendet werden könnte. Ex-Europameister Dänemark ist zwar leichter Favorit, schlagbar sind aber alle Gegner in Gruppe F. "In der Gruppe ist alles möglich", sagte ÖFB-Teamchef Franco Foda. "Es ist unser klares Ziel, den ersten oder zweiten Platz zu belegen. Ich bin immer optimistisch und möchte alle Spiele gewinnen. Wir haben alle Möglichkeiten und gehen positiv an die Sache heran."

Ähnlich sah es ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger. "Es ist eine Gruppe, die ich gerne nehme. Nicht, weil es einfach wäre, aber weil wir Mannschaften zugelost bekommen haben, die wir kennen, und mit denen wir auf Augenhöhe sind."

Auch in Dänemark, dem Land, dessen Team von der Weltranglistenplatzierung (12.) her die besten Karten auf Platz eins hat, regierte eine Mischung aus Zuversicht und Respekt. "Alles in allem ist es eine gute Auslosung für uns", meinte der dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand am Montagabend mit Blick auf die Gegner, warnte aber gleichzeitig vor allem vor der Foda-Truppe. "Österreichs Team hat zuletzt gute Fortschritte gemacht. Der österreichische Fußball ist auf dem Weg nach oben, nachdem Red Bull vor einigen Jahren in Salzburg übernommen hat und die spielerische Entwicklung in Österreich vorangetrieben hat", erklärte der 48-Jährige, der erst seit Sommer Nationaltrainer in seiner Heimat ist.

Hjulmand wies auch auf die vielen ÖFB-Legionäre in Deutschland hin. "Viele (österreichische) Spieler verlassen ihre Heimat früh und wechseln in die deutsche Bundesliga. Es ist also eine (deutsche) Bundesliga-Mannschaft, auf die wir in der WM-Qualifikation treffen. Der österreichische Fußball hat viel Qualität. Sie haben ihre Nations-League-Gruppe gewonnen und eine wirklich starke Mannschaft", sagte Hjulmand. Trotzdem ist das erklärte Ziel des fünffachen WM-Teilnehmers die direkte Qualifikation für die Endrunde von 21. November bis 18. Dezember 2022 in Katar als Sieger der Gruppe F. "Wir haben eine starke Mannschaft und wollen alle unsere Gegner schlagen", betonte Hjulmand, auf den neben der WM-Qualifikation noch eine ganze besondere Herausforderung im kommenden Jahr wartet: Denn bei der EM trifft Co-Gastgeber Dänemark in der Gruppe B in Kopenhagen am 12. Juni auf Finnland, am 17. Juni auf den WM-Dritten Belgien und am 21. Juni auf Russland.(apa/art)