Nach Borussia Dortmund, AS Roma, Gladbach und Feyenoord gibt es für den WAC nun den nächsten prominenten Klub als Europacupgegner - der als aktueller Tabellenführer der teuersten Liga der Welt sogar alle Genannten überstrahlt: Tottenham Hotspur. Es war gleich die erste Paarung, die bei der Sechzehntelfinal-Auslosung der Europa League am Montag gezogen wurde - und für entsprechenden Jubel in Kärnten gesorgt hat. Denn der Vorrunden-Gegner des LASK (0:3 und 3:3) könnte in Hinblick auf den angestrebten Europacup-Titel schon im Hinspiel am 18. Februar im Wörthersee-Stadion alle Stars aufbieten: Harry Kane, Gareth Bale und Heung-Min Son. Dirigent des Starensembles von der White-Hart-Lane in London ist bekanntlich mit Jose Mourinho einer der schillerndesten Vertreter seiner Zunft.

Dennoch möchte sich die Sensationself aus dem Lavanttal keineswegs damit begnügen, den Weltklasse-Kickern bei der Arbeit zuzusehen. "Wir sind ganz klarer Außenseiter, trotzdem müssen diese Partien erst gespielt werden. Wir werden einen Plan machen, von dem wir glauben, dass er zum Erfolg führen könnte", verlautete WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer. Er hofft, dass die Spurs den WAC vielleicht unterschätzen könnten - was zumindest Mourinho gegen den LASK nicht getan hat. Im Gegenteil: Er hat in den beiden Gruppenspielen den Großteil seiner Stars aufgeboten. Summa summarum überwog beim WAC die Freude: "Das ist ein Traumlos. Das ist so ziemlich die größte Herausforderung, die man haben kann", so Feldhofer.

Villarreal "nicht ideal"

Einen alten bekannten Europacup-Gegner bescherte das Los indes Serienmeister Salzburg: den spanischen Vertreter Villarreal. Gegen das "gelbe U-Boot" (ob der knalligen Dressen) gab es in der Europa League zuletzt schon mehrere Kräftemessen: 2009 war der Klub aus Castellon Gegner der Salzburger in der Gruppenphase, die Duelle gingen mit 2:0 respektive 1:0 an die Red-Bull-Truppe; dafür folgte fünf Jahre später das Aus im Sechzehntelfinale dank zweier Niederlagen (1:2/a, 1:3/h). Auch Rapid machte schon zwei Mal Bekanntschaft mit den Spaniern: 2015 (2:1) und 2018 (0:0) gab es vor heimischem Publikum Achtungserfolge. Für Salzburg sind die von Unai Emery betreuten spielstarken Spanier kein wirkliches Wunschlos: "Es ist nicht der ideale Gegner für uns, aber sicher interessant", so Coach Jesse Marsch, der ein "relativ knappes" Duell erwartet.

Leipzig fordert Liverpool

Der andere Red-Bull-Klub hat indes für das Champions-League-Achtelfinale einen absoluten Kracher erwischt: RB Leipzig bekommt es mit Englands Meister Liverpool zu tun - es gibt also das deutsche Trainerduell Julian Nagelsmann vs. Jürgen Klopp. Während Titelverteidiger Bayern München die lösbare Aufgabe Lazio Rom zugelost bekommen hat, muss ein Großer schon im Achtelfinale die Segel streichen: Lionel Messis FC Barcelona oder Neymars PSG.(may)