Trotz eines durchwachsenen Finales darf sich Red Bull Salzburg wieder über die Winterkrone unter dem Christbaum freuen. Vorerst zumindest. Der Serienmeister strauchelte jedoch, und fast wäre das Präsent aufgrund der 2:3-Niederlage gegen Wolfsberg in Linz abgeliefert worden. Der LASK ließ allerdings die große Chance mit einem 1:1 bei der Austria liegen. Der Titelkampf scheint spannend wie schon lange nicht. An der Liga-Spitze gehen vier Mannschaften innerhalb von einem Zähler in die kurze Pause bis zum Wiederanpfiff Ende Jänner. LASK, Sturm und Rapid halten bei 24 Punkten und damit bei nur einem weniger als die Salzburger. Der heimliche Winterkönig sind freilich die Grazer, die am 17. Jänner den Nachtrag beim WAC bestreiten. Salzburg könnte beim Frühjahrsauftakt am 23. Jänner in Altach also nur von Platz zwei aus starten.

Am Wiener Verteilerkreis entluden sich indes am Sonntag nach Patrick Pentz’ Elferparade gegen Rene Renner in der 97. Minute die violetten Emotionen. Der Austria-Torhüter rettete sein Team nicht zum ersten Mal. Man sei "zumindest ein bisschen belohnt worden", sagte Pentz über das 1:1-Remis gegen den LASK. Der eine Punkt hilft der Austria dennoch nicht wirklich weiter. Im Frühjahr müssen die finanziell mehr als klammen Favoritner Siege einfahren, um ihre Chance auf die Meistergruppe zu wahren. Dass die Tabelle die schonungslose Wahrheit abbildet, wird vom Trainer daher auch nicht bestritten. "Es fehlt immer ein bisschen was in diesem und jenem Bereich. Das ist dann relativ viel", so Peter Stöger.