Aktuell liegt Spaniens Meister Real Madrid in der nationalen Meisterschaft nach Verlustpunkten deutlich hinter Atletico Madrid, das zwar drei Spiele weniger bestritten, aber um einen Zähler mehr errungen hat, in einer anderen Wertung kann Real aber niemand das Wasser reichen. Mit 681,2 Millionen Euro haben die Madrilenen den größten Ertrag unter den Titelträgern der sechs großen europäischen Fußball-Ligen erzielt. Das geht aus einer Studie der Finanzexperten des Unternehmensberaters KPMG für die Saison 2019/20 hervor. Die Königlichen setzen sich trotz eines Umsatzrückgangs von acht Prozent in diesem brancheninternen Vergleich vor Champions-League-Sieger Bayern München (607,2), Liverpool (557) und Paris Saint-Germain (540,6) durch.

Italiens Meister Juventus (401,4) folgt mit Respektabstand, Portugals Vertreter Porto (87,3 Mio.) fällt deutlich ab und hat damit etwa auch klar weniger Erträge geniert als Österreichs Primus Red Bull Salzburg (183).

Gemäß der Studie haben alle sechs inbegriffenen Meister einen Umsatz-Rückgang im von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Geschäftsjahr erlitten. Auf den Matchtag bezogen (Ticketing, Merchandising, etc.) erwischt es Porto - die Portugiesen spielten damals zudem nicht in der Champions League - vergleichsweise am schlimmsten. Nur Bayern (5,9 Mio.) und Real (300.000) haben Profite erwirtschaftet. Den größten Bilanzverlust (125,8) verzeichnete Paris Saint-Germain, nachdem die Ligue 1 als einzige der Topligen im April aufgrund der Pandemie abgebrochen worden war. (apa/reuters)