Die Überraschungen im internationalen Fußball reißen nicht ab: Zuerst verabschiedete sich Bayern München gegen den Zweitligisten Holstein Kiel aus dem nationalen Cup, dann ereilte die AS Roma gegen den Serie-A-Konkurrenten Spezia dieses Schicksal in Italien, und nun erwischte es in Spanien auch Real Madrid. Die Mannschaft von Zinedine Zidane blamierte sich dabei sogar gegen einen Drittligisten.

Die nicht in Bestbesetzung angetretenen vermeintlich "Königlichen" zogen in der dritten Runde bei CD Alcoyano mit 1:2 nach Verlängerung den Kürzeren. Eder Militao brachte den Rekordmeister zwar kurz vor der Pause in Führung, Jose Solbes (80.) und Matchwinner Juanan (115.) führten aber noch die Wende herbei. Zu dem Zeitpunkt war der Underdog nach einer gelb-roten Karte für Ramon Lopez (109.) sogar in Unterzahl.

Für Real war es der dritte Rückschlag in Folge nach einem 0:0 bei Osasuna in der Liga und der 1:2-Niederlage zuletzt im Supercup-Halbfinale gegen Athletic Bilbao.

Auch die Meisterschaft verläuft für Real schleppend

Zidane war dennoch um Beschwichtigung bemüht: "Das ist keine Schande oder so. Das sind Dinge, die in der Karriere eines Fußballers passieren, und ich werde die Verantwortung dafür übernehmen. Wir werden weiter arbeiten", sagte der Franzose.

"Wenn man verliert, wird immer geredet. Was auch immer passieren muss, wird passieren. Ich bin ruhig. Die Spieler versuchen, Spiele zu gewinnen, und manchmal passieren verschiedene Dinge. Alle Niederlagen sind schmerzhaft", meinte Zidane.

Real habe zwar "in letzter Zeit wenige gute Dinge getan", räumte er ein, es sei aber auch Positives dabei. "Wir müssen daran denken, dass wir noch in der Liga und in der Champions League sind. Wir müssen konzentriert sein, denn wir können immer noch etwas schaffen", erklärte der einstige Weltfußballer. Allerdings wird die Aufgabe schon in der nationalen Meisterschaft schwer: Dort hat Real bei zwei Spielen mehr vier Punkte weniger als Stadtrivale Atletico. (art/apa)