Auf den ersten Blick überraschte die Deutlichkeit, mit der der Weltfußballverband Fifa am Donnerstag den Plänen einer europäischen Superliga eine Abfuhr erteilte - beziehungsweise sogar Klubs, die daran teilzunehmen gedenken, einen Ausschluss aus so gut wie allen anderen Bewerben androhte. Doch die Ideen einer neuen Liga, die immer wieder aufpoppen, wenn im Fußball nach neuen Einnahmen gesucht wird, sind damit mitnichten vom Tisch. Schon im Herbst hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino erklärt, ihn interessiere "nicht Bayern gegen Liverpool, sondern Bayern gegen Boca Juniors aus Buenos Aires".

Eine weltumfassende Liga könnte demnach trotz des Aufatmens der Uefa (und vieler Fußballfans) am Donnerstag noch kommen. Ihm sei daran gelegen, "die Strahlkraft von Klubs auch außerhalb Europas zu erhöhen", hatte Infantino damals gesagt. Ein erster Vorgeschmack soll die Aufstockung der Klub-WM auf 24 Mannschaften sein – auch wenn die Premiere dieses neuen Formats, die eigentlich für diesen Sommer in China geplant war, vorerst vertagt wurde.


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Stellungnahme der Konföderationen
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Dies passierte als direkte Konsequenz der Verschiebung der EM auf 2021.
Die Klub-WM wird diesmal also noch im alten Format ausgetragen, im Februar ist es in Katar so weit. Doch aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben – und das gilt wohl auch für eine wie immer geartete neue Eliteliga.