Am Wochenende von Rapid ausgebremst, will Sturm Graz in der Bundesliga wieder Schwung aufnehmen. Im steirischen Derby gegen Hartberg ist die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer am Dienstagabend (18.30 Uhr) Favorit, bangt aber um den Einsatz einiger Stammkräfte. Vonseiten der achtplatzierten Hartberger versprach Trainer Markus Schopp einen mutigen Auftritt. Die Nachwehen des 1:4 von Wien sorgten für Hochbetrieb in der medizinischen Abteilung der Grazer. Ilzer sprach am Montag auf einer virtuellen Pressekonferenz von "einigen Wehwehchen" bei einigen Kaderspielern, wollte die Betroffenen aber nicht nennen. Der eingeschlagene Kurs jedenfalls soll beibehalten werden und der Zug zur Tabellenspitze forciert werden.

Denn die Erfahrung, dass man auch von vermeintlich schwächeren Gegnern geschlagen werden kann, hatte am Sonntag der LASK machen und ein 2:4 gegen WSG Tirol hinnehmen müssen. Während die Linzer am Mittwoch (gegen den WAC) um Wiedergutmachung bemüht sein werden, bläst Rapid Wien am Dienstagabend im Spiel gegen St. Pölten (20.30 Uhr) seinerseits zum Angriff auf die Tabellenspitze, die man schon am Wochenende für 24 Stunden innegehabt hatte. Die siebentplatzierten Niederösterreicher wiederum rittern um die Teilnahme an der Meistergruppe der Top Sechs. Rapid-Coach Didi Kühbauer weiß um den Druck des Gegners: "St. Pölten wird was mitnehmen wollen", meinte er am Montag.

Austria braucht drei Punkte

Zwischen der Admira und der Austria sind die Ziele vor dem direkten Duell in der Südstadt indessen bezogen. Während die Maria Enzersdorfer die rote Laterne am Dienstagabend (18.30 Uhr) an Altach abgeben wollen, hoffen die Wiener, mit einem weiteren Dreier noch auf den Zug Richtung Meistergruppe aufspringen zu können. Admiras Damir Buric war nach dem 2:2 gegen St. Pölten ebenso zufrieden wie Trainerkollege Peter Stöger nach dem 1:0 in Ried. Der Austria-Coach sah den 50 Minuten in Unterzahl erkämpften Erfolg im Innviertel aber kritisch. "Wir müssen Klarheit und Ruhe in unser Offensivspiel bringen", betonte er.(apa)