Ganz ohne Ausrutscher geht es derzeit offenbar für keinen der Spitzenklubs im internationalen Fußball: Einen solchen legte nun auch Manchester United hin, das am Mittwoch mit 1:2 gegen Premier-League-Schlusslicht Sheffield verlor. Damit verpasste es die Mannschaft von Ole Gunnar Solskjaer, am Stadtrivalen City vorbeizuziehen, der tags davor die Tabellenführung erobert hatte. United geriet durch Tore von Kean Bryan (23.) und Oliver Burke (74.) - beide trafen erstmals im Oberhaus - zweimal in Rückstand, nur einmal gelang durch Harry Maguire (64.) der Ausgleich. Für United war es die vierte Saison-Heimniederlage, bei einem Spiel weniger liegt man einen Punkt hinter City.

Einen Platz dahinter verpasste es Leicester (ohne Christian Fuchs) mit einem 1:1 (0:1) bei Everton, von Uniteds Patzer richtig zu profitieren, den Foxes fehlt ein Zähler auf United. Der FC Liverpool, für den es zuletzt auch nicht nach Wunsch lief, liegt vor dem Duell mit dem direkten Tabellennachbarn Tottenham am heutigen Donnerstag nur auf dem fünften Platz.

Chelsea kam beim Trainer-Debüt von Thomas Tuchel zu Hause gegen die Wolverhampton Wanderers trotz dominanter Vorstellung nicht über ein torloses Remis hinaus und liegt in der Tabelle auf dem achten Platz. "Das gibt mir ein gutes Gefühl für die Zukunft", sagte der frühere PSG-Trainer Tuchel nach dem Spiel gegenüber der BBC. "Ich hatte nicht erwartet, dass wir nach einer Trainingseinheit und zwei Treffen auf diesem Level sind."

Favoritensiege in Spanien und Italien

In Spanien und Italien waren indessen am Mittwoch Partien in den nationalen Cupbewerben angesetzt. Der FC Barcelona, der sich nicht nur sportlich, sondern auch finanziell in der Krise befindet, vermied dabei zwar ein Achtelfinal-Aus, hatte beim 2:1 gegen den Zweitligisten Rayo Vallecano aber einge Mühe. Lionel Messi (70.) und Frenkie de Jong (80.) - auch am 2:1 war Messi beteiligt - drehten das Spiel nach 0:1-Rückstand.

 

Das Aufatmen bei Lionel Messi und Co. war deutlich. - © reuters / Sergio Perez
Das Aufatmen bei Lionel Messi und Co. war deutlich. - © reuters / Sergio Perez

Bereits im Coppa-Halbfinale stehen in Italien Juventus und Atalanta. Die Turiner zogen in dieses mit einem 4:0-Pflichtsieg gegen den Zweitligisten SPAL Ferrara ein. Juve spielt nun in Hin- und Rückspiel am 3. und 10. Februar gegen Inter Mailand, das am Dienstag den Stadtrivalen Milan mit 2:1 bezwungen hatte.

Alvaro Morata legte mit einem verwandelten Foulelfmeter (16.) die Grundlage für den Erfolg, der ohne den geschonten Superstar Cristiano Ronaldo zustande kam. Gianluca Frabotta (33.), Dejan Kulusevski (78.) und Federico Chiesa (94.) legten nach. Zuvor war Atalanta aus Bergamo trotz Unterzahl und zeitweiligem 1:2-Rückstand dank eines 3:2-Heimsieges gegen Lazio Rom ins Halbfinale der Coppa Italia eingezogen. Der Gegner ist der Sieger des Duells Napoli - Spezia. (red/apa/dpa/sda)