Für den WAC geht es in diesen Wochen Schlag auf Schlag. ÖFB-Cup, Meisterschaft, Europa League - die Wolfsberger tanzen noch auf drei Hochzeiten. Von der Qualität müssten die Lavanttaler in der Bundesliga eigentlich einen Fixplatz in der oberen Tabellenhälfte haben. Dass sie als Sechster um den Sprung in die Meistergruppe aber noch kämpfen müssen, ist auch der mangelnden Torausbeute in den jüngsten Spielen geschuldet. Am Samstag (17.00 Uhr) gastiert die Admira im Lavanttal.

"Wir sind in der Bringschuld", hält WAC-Coach Ferdinand Feldhofer fest. Das Jahr 2021 startete für sein Team ähnlich wie der Herbstdurchgang. Fünf Liga-Spiele bestritten die Wolfsberger bisher, nur in St. Pölten (2:0) erzielten sie auch Tore und holten demnach die drei Zähler. "Für den offensiven Fußball, für den wir stehen, ist es schade, dass wir keine Tore erzielen. Wir bekommen aber auch wenige", sagt Feldhofer. 24:28 lautet das ausbaufähige Torverhältnis nach 16 Runden.

Die Heimpartie gegen den Vorletzten aus der Südstadt ist für den WAC der letzte Gradmesser vor den Duellen mit Tottenham. Gegen die Prominenz aus der englischen Premier League geht es im Europa-League-Sechzehntelfinale zunächst am kommenden Donnerstag in Klagenfurt. Danach folgt in der Liga das Auswärtsspiel bei Sturm Graz, das Rückspiel in London (24. Februar), das Heimspiel gegen Altach (28.2.), das Cup-Halbfinale gegen den LASK (3.3.) und die Partie in Ried (7.3.).

Feldhofer hat kein Problem mit dem dicht gedrängten Terminplan. In der Bundesliga habe der WAC den Anspruch, in den Top Sechs zu landen, sagt der 41-Jährige. "Wir haben noch sechs Spiele im Grunddurchgang und spielen nun gegen vier Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Wenn wir es dann nicht schaffen, ist es nicht verdient", meint Feldhofer zum Kampf um den Platz über dem ominösen "Strich", in dem sich auch die derzeit siebentplatzierte Austria befindet.

Mario Leitgeb wird am Samstag fehlen. Den Mittelfeldabräumer plagen Muskelprobleme in der Wade, er ist auch für das Tottenham-Spiel fraglich. Der schwedische Neuzugang Gustav Henriksson könnte in der Abwehr sein Debüt geben.

Die Admira hatte in dieser Woche schon ein Erfolgserlebnis. Mit dem 3:1 gegen Altach wurde die rote Laterne an die Vorarlberger weitergereicht. "Jedes Erfolgserlebnis steigert das Selbstvertrauen und gibt der Mannschaft mehr Sicherheit. Die Art und Weise, wie die drei Punkte gegen Altach zustande gekommen sind, zeigt, dass wir am richtigen Weg sind", urteilt Damir Buric. Seine Mannschaft stehe erst am Anfang, betont der Kroate. "Jetzt wollen wir die Leistung bestätigen. Mit dem WAC wartet ein anderes Kaliber auf uns."
Für mehr Spielfreude bei der Admira haben sicher die Neuzugänge gesorgt. David Atanga, Andrew Wooten, Niko Datkovic und Matthias Ostrzolek machten deutlich, dass sie die für die Niederösterreicher eine Bereicherung sind. (apa)