Für Juventus Turin droht eine Champions-League-Saison wieder einmal vorzeitig zu Ende zu gehen. Italiens Meister verlor das Achtelfinal-Hinspiel vor 14 Tagen beim FC Porto mit 1:2, nun soll am Dienstag im eigenen Stadion die Wende gelingen - mit einem Cristiano Ronaldo im Vollbesitz seiner Kräfte. Der 36-Jährige wurde am Samstagabend beim 3:1 über Lazio Rom erst 20 Minuten vor Schluss eingewechselt, nachdem er davor zwölf Serie-A-Partien über die komplette Distanz absolviert hatte.

Im Normalfall sitzt Ronaldo ja nicht gerne auf der Ersatzbank, diesmal aber nahm der Portugiese seine temporäre Degradierung laut Juventus-Trainer Andrea Pirlo überaus verständnisvoll auf. "Wir haben uns schon Tage vor dem Lazio-Match darauf verständigt, dass er nicht beginnen wird, um Kräfte zu sparen", berichtete der frühere italienische Teamspieler. Pirlo steht einigermaßen unter Druck, weil der zumindest auf nationaler Ebene erfolgsverwöhnte Serienmeister Juventus in der Meisterschaft mit sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Inter Mailand nur an der dritten Stelle liegt. Auch deshalb soll ein frühes Aus wie im vergangenen Jahr vermieden werden, als man sich im Achtelfinale verabschiedete. In den beiden Jahren davor hatte es auch nur bis zum Viertelfinale gereicht.

Ebenfalls am Dienstag nimmt Borussia Dortmund die erste Viertelfinal-Teilnahme in der Königsklasse seit 2017 ins Visier. Die Ausgangsposition für den BVB ist vielversprechend, wurde doch das Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Sevilla auswärts mit 3:2 gewonnen. Zwei Tore erzielte damals Erling Haaland, der auch am Samstag beim 2:4 gegen den FC Bayern einen Doppelpack schnürte. Im Duell mit David Alaba und Co. musste der Norweger wegen einer Fersenblessur ausgetauscht werden, für das Sevilla-Match meldete sich Haaland aber wieder fit. Dafür fallen Jadon Sancho, Raphael Guerreiro und Giovanni Reyna weiterhin aus.

Für Dortmund spricht wiederum die Bilanz von fünf Siegen und zwei Remis aus den jüngsten sieben Champions-League-Heimpartien. "Es bietet sich eine riesige Chance für uns - sowohl sportlich als auch wirtschaftlich", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc mit Blick auf 10,5 Millionen Euro an zusätzlichen Prämiengeldern für den Sprung unter die letzten acht. Darauf hofft auch der FC Sevilla, obwohl sich die Andalusier zuletzt in schlechter Verfassung präsentierten. Das 1:2 am Samstag beim damaligen Liga-Vorletzten Elche bedeutete die dritte Niederlage en suite, was zuvor in der Amtszeit des seit Sommer 2019 engagierten Trainers Julen Lopetegui noch nie passiert war.

Barca-Boss buhlt um Alaba

Bewegung scheint indessen wieder in den Transferkrimi rund um Alaba zu kommen. Wie die spanische Zeitung "As" berichtet, hat sich Joan Laporta, Präsident des FC Barcelona, in der vergangenen Woche mit Alaba-Berater Pini Zahavi getroffen, um den Defensiv-Spezialisten der Münchner nach Barcelona zu locken. Laporta hatte demnach wohl darum gebeten, mit konkreten Gesprächen zu warten, bis er neuer Barca-Präsident ist. Das ist jetzt ja der Fall: Der 58-jährige Rechtsanwalt siegte bei der Wahl am Sonntagabend deutlich vor seinen Kontrahenten Victor Font und Toni Freixa - es ist bereits seine zweite Amtszeit. Alabas Gehaltsvorstellungen sollen angeblich trotz der finanziellen Schwierigkeiten des Klubs kein Problem sein. Es bleibt spannend: Real Madrid galt bisher als Top-Favorit.(rel/apa)