Für die einen geht es noch um den Kampf um den berühmten Strich, der über Dabeisein oder Nicht-Dabeisein in der Meistergruppe entscheidet, für die anderen um eine wichtige Standortbestimmung für die kommenden Wochen. Denn Salzburg gegen den LASK - beide sind jedenfalls fix oben dabei - wird nun zum Dauerbrenner. Angefangen mit dem Aufeinandertreffen in Pasching in der letzten Runde des Bundesliga-Grunddurchgangs am Samstag (17 Uhr/live Sky) treten die beiden Kontrahenten in den zwölf Partien bis Saisonende gleich viermal gegeneinander an. Neben den Duellen in der Meistergruppe bestreiten der Titelverteidiger und die Linzer auch das Finale des ÖFB-Cups am 1. Mai in Klagenfurt. Salzburg-Coach Jesse Marsch sieht "spannenden" Spielen gegen den LASK entgegen. "Wir haben viel Respekt vor dieser Mannschaft. Sie sind Kämpfer, aber auch fußballerisch stark", sagt Salzburgs Coach.

Der Amerikaner unterstrich des Öfteren die physische Komponente in den Duellen mit den Linzern. "Im Zentrum dieses Spiels wird sein, dass man bereit ist, den Kampf anzunehmen. Kämpfen wird im Mittelpunkt stehen". Sein Widerpart Dominik Thalhammer legt nach. "Ich habe heute in die Gesichter meiner Spieler geblickt und dort volle Bereitschaft für ein richtiges Kampfspiel gesehen", sagt der Chefcoach des LASK. Im ersten Saisonvergleich behielten die Salzburger nach einer starken Vorstellung mit 3:1 die Oberhand. In der Meistergruppe der vergangenen Saison holte der Meister mit einem 3:1 und 3:0 ebenfalls beide Male die drei Zähler, im Cup-Halbfinale 2020 siegte Salzburg mit 1:0. Für Salzburg geht es auch darum, einen Verfolger nach der Punkteteilung auf Distanz zu haben. Gewinnt der Tabellenführer, hat er dann fünf Zähler Vorsprung auf den drittplatzierten LASK. Siegen die Athletiker, haben sie nur zwei Rückstand auf Salzburg.

Während die beiden jedenfalls fix in der Meistergruppe sind, geht es für drei weitere Vereine noch um zwei Plätze für die Meistergruppe. Die besten Karten hat der WAC, der mit zwei Punkten Vorsprung auf Hartberg und einen auf die WSG Tirol ins Spiel gegen die Austria am Sonntag geht. Schon bei einem Remis sind die Lavanttaler oben mit dabei. Die Wiener müssen sich damit trösten, dass sie mit einem Sieg Zähler in die Qualifikationsgruppe mitnehmen können.