Es war ein gutes Osterwochenende für Didi Kühbauer. Am Freitag unterschrieb der Rapid-Trainer einen neuen Vertrag, am Sonntag feierte der ehemalige Teamspieler seinen 50. Geburtstag und siegte seine Mannschaft beim WAC mit 8:1. Und dass der Lask bei WSG Tirol mit 0:2 unterlag, wird die Freude Kühbauers wohl noch ein bisschen mehr gesteigert haben, denn zwischen Rapid und dem Lask liegen nach dem Auftakt der Meistergruppe nun vier Punkte. Salzburg bezwang am späten Nachmittag gegen Sturm Graz 3:1

Taxiarchis Fountas mit einem Ferserl (22.) und Ercan Kara (32.) brachten Rapid mit 2:0 in Führung. Kurz vor dem zweiten Treffer sah Luka Lochoshvili die rote Karte, dennoch konnte Thorsten Röcher vor der Pause den Anschlusstreffer erzielen aus der ersten guten Torchance des WAC. Doch die lange Phase der Unterzahl machte den Sieg Rapids nicht nur ungefährdet, sondern am Ende das Ergebnis auch deftig.

Patson Daka traf dreimal in den ersten elf Minuten. - © apa / Krugfoto
Patson Daka traf dreimal in den ersten elf Minuten. - © apa / Krugfoto

Mit einem Doppelschlag durch Maximilian Ullmann (57.) und Fountas (58.) machte Rapid nach knapp einer Stunde alles klar. Fountas mit seinem dritten Treffer (61.), ein Eigentor-Doppelpack von Jonathan Scherzer (70., 84.) sowie ein Tor von Yusuf Demir (78.) machten das Schützenfest perfekt. Es war der höchste Rapid-Sieg seit November 2008, als Altach ebenfalls mit 8:1 abgefertigt wurde. Und es war wieder ein Kantersieg an einem Ostersonntag: Im Jahr 2008 hatte Rapid in Salzburg ein 7:0 gefeiert.

Rapid festigte damit Rang zwei hinter Titelverteidiger Salzburg, den die Hütteldorfer nächsten Sonntag zum Schlager empfangen. Zudem wurden zwei Verfolger abgeschüttelt. Die Wiener liegen nun vier Zähler vor dem Lask, der WAC unter Interimstrainer Roman Stary hat neun Punkte Rückstand.

Der Lask ging bei Außenseiter WSG Tirol nach Toren von Zlatko Dedic (48.) und Zan Rogelj (59.) mit 0:2 vom Platz. Die in der ersten Hälfte dominanten Oberösterreicher verschossen dabei auch einen Elfmeter vor der Pause. Weit effizienter, aber auch spielerisch verbessert präsentierten sich die Tiroler nach dem Seitenwechsel. Der Lask reagierte auf den Rückstand zwar engagiert und drückte im Finish noch einmal ordentlich aufs Gas. Nennenswerte Chancen ergaben sich daraus aber keine mehr.

Im dritten Spiel der Meisterrunde siegte Meister Red Bull Salzburg gegen Sturm Graz mit 3:1. Die Partie war früh, sogar sehr früh entschieden. Denn Patson Daka traf bis zur elften Minute innerhalb von acht Minuten dreimal, es war der drittschnellste Hattrick der Bundesliga-Geschichte. Den Rekord hält nach wie vor Hans Krankl beim 11:1 Rapids gegen den GAK im Jahr 1977, als er drei Treffer in drei Minuten erzielte. Daka darf sich aber über den frühesten Hattrick aller Zeiten freuen. Den Treffer für Sturm besorgte Amadou Dante kurz nach dem dritten Treffer von Daka.