Mit einem Doppel zwischen dem Linzer ASK und Sturm Graz geht das Duell um den dritten Platz in der Bundesliga in die heiße Phase. Nach den Partien am Sonntag und Mittwoch könnten sich vor allem die Steirer frühzeitig aus dem Rennen um den möglicherweise letzten internationalen Startplatz nach dem Ende der Meisterrunde verabschieden, sollte es ihnen erneut nicht gelingen, die schwarze Serie gegen den zwei Punkte voranliegenden LASK zu beenden.

Zum vierten Mal in zwei Jahren stehen sich die beiden Teams nun wieder in direkt aufeinanderfolgenden Pflichtspielen gegenüber. Zu feiern hatten die Grazer dabei wenig. Von diesen sechs Partien gewannen sie nur die erste (2:1 im April 2019). Der LASK entschied die jüngsten fünf Aufeinandertreffen (darunter ein 2:0 im Cup) mit einem Torverhältnis von 12:0 für sich. Beide Saisonduelle endeten 2:0, Husein Balic und Johannes Eggestein trafen jeweils. "Ich kenne die Bilanz. Für mich ist es trotzdem nur entscheidend, was in dieser Saison war, und da habe ich zwei Spiele gesehen, die sehr eng waren und Kleinigkeiten gegen uns waren", sagte Sturms Sportchef Andreas Schicker.

Das Europacup-Rennen vor den letzten sechs Spielen ist äußerst eng: Den Zweiten Rapid (27 Punkte) trennen vom Sechsten Tirol nur sechs Punkte. Dazwischen liegen LASK (25) und Sturm (23). In welchem der drei internationalen Bewerbe und welcher Phase der Meisterschaftsdritte einsteigt, steht nach dem Cupfinale am 1.Mai fest. Gewinnt der LASK da gegen Salzburg, wäre ihm ein Start im Play-off zur Europa League garantiert.

Apropos Salzburg: Nach dem nicht eingeplanten Ausrutscher in Innsbruck hat sich der Tabellenführer vorgenommen, den Verfolgern dieses Mal keine Angriffsfläche mehr zu bieten. Statt elf sind es "nur" acht Zähler, die der Titelverteidiger bei sechs ausstehenden Saison-Runden vor dem Zweiten Rapid liegt. Spannend wollen es die Salzburger nicht mehr machen und sinnen daher beim Doppel am Sonntag (14.30 Uhr) und Mittwoch mit dem WAC auf Punkte. Für die derzeit fünfplatzierten Wolfsberger kam der meisterliche Patzer ungelegen. "Natürlich haben wir gehofft, dass sie gegen Wattens gewinnen und mit dem Vorsprung dann ein bisschen lockerer werden. Das hat nun aber Wattens ausgenutzt", sagte Trainer Roman Stary. Vielleicht, so die Vermutung des Trainers, sei nun ein wenig Verunsicherung im Salzburger Spiel. Dem will Jesse Marsch freilich entgegenwirken.

Austria erhält doch Lizenz

Eine gute Nachricht hat der Freitag indessen für die Wiener Austria gebracht. Ihr wurde in zweiter Instanz nun doch die Spielgenehmigung für die kommende Saison erteilt. Damit machten sich die Anstrengungen von Investoren und Gönnern rund um Vizepräsident Raimund Harreither bezahlt. Von einer Lizenz für die Bundesliga träumen muss noch Zweitligist Austria Lustenau. Zwar erhielten die Vorarlberger die Zulassung zur 2. Liga, die höchste Spielklasse bleibt ihr mangels Stadionzulassung (und sportlichen Erfolgs) weiter verwehrt. Dagegen können die Vorarlberger binnen acht Tagen Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht einbringen.

Mit der Lizenz im Gepäck will die Austria am Wochenende auch sportlich positiv auf sich aufmerksam machen. Am Samstag (17 Uhr) steht die kurze Anreise zur Admira an, die zuletzt mit einem Schlag gleich zwei Erfolgserlebnisse feierte. Dank des 1:0-Erfolgs in Altach gab die Elf von Damir Buric auch die rote Laterne des Tabellenletzten an St. Pölten ab. Die Austria hatte indessen mit dem Remis gegen Ried die Chance verpasst, sich in der Qualifikationsgruppe an Hartberg vorbei nach oben zu hieven. Umso mehr sollen gegen die Südstädter drei Punkte her. Teil zwei des Duells steigt am Dienstag.(apa/rel)