Zwei torlose Remis und ein knapper 2:1-Erfolg von Hartberg gegen Altach sorgten für einen Führungswechsel in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga. Die Wiener Austria musste sich daheim gegen die Admira mit einem 0:0 begnügen, wobei die Admira zweimal die Latte traf. Dadurch übernahm Hartberg die Tabellenführung.

Die Mannschaft von Peter Stöger hielt jedoch ihren Vorsprung von drei Zählern auf die SV Ried, die im Match gegen St. Pölten ebenfalls torlos blieb. Vier Runden sind noch zu spielen, dann wird auch Stöger den Verein wieder verlassen.Die Admira hat ihren Trainer gerade gewechselt. Der Klub holte für den Klassenverbleib Klaus Schmidt nach 14 Monaten aus dessen Beurlaubung zurück, nachdem Nachfolger Damir Buric freigestellt worden war.

Die Austria erlitt schon nach zehn Minuten einen personellen Rückschlag. Der nach einer Operation an seiner linken Schulter lange ausgefallene Vesel Demaku zog sich eine Schulterluxation rechts zu und musste vom Platz. Die Hausherren waren um Linie bemüht, ein Fernschuss von Patrick Wimmer (18.) war aber die einzige wirklich gefährliche Torannäherung in der ersten halben Stunde.

Ried vor Klassenerhalt

Ein Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war auch nach Seitenwechsel nicht wirklich auszumachen. Die Austria hatte große Probleme, den Abwehrverbund zu knacken. Dominik Fitz verschaffte sich einmal Platz, sein Abschluss fiel aber zu schwach aus. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte die Admira Pech. Bei einem Kopfball des eingewechselten Maximilian Breunig an die Lattenunterkante fehlten nur Millimeter. Der Ball sprang noch deutlich vor der Torlinie wieder aufs Spielfeld zurück.

Hartberg übernahm durch das torlose Remis in Wien die Führung in der Tabelle um zwei Punkte. Die Steirer feierten gegen Altach einen 2:1-Heimerfolg. Der Siegtreffer fiel erst in der 85. Minute durch "Joker" Lukas Ried. Für die Steirer war es der erste Sieg nach zuletzt zwei Unentschieden. Im dritten Spiel verabschiedete sich Georg Zellhofer ohne Sieg in fünf Sielen von seinem Interims-Trainerjob beim SKN St. Pölten. Ihm folgt nun, zumindest bis Saisonende, Gerald Baumgartner. Von der SV Ried trennten sich die Niederösterreich torlos, in der Quali-Gruppe ist Ried damit weiter ungeschlagen und kann vor den abschließenden vier Runden mit acht Punkten Vorsprung auf Schlusslicht St. Pölten das Thema Abstieg wohl abhaken. (sir/apa)