Manchester City könnte eine historische Woche erleben: Der englische Fußball-Gigant steht vor seiner ersten Finalteilnahme in der Champions League und dem vorzeitigen siebten Titel in der Premier League. Zunächst verteidigt das Team von Josep Guardiola am Dienstag (21 Uhr/Dazn, Sky) in der Königsklasse gegen Paris Saint-Germain ein 2:1.

Mit dem vor allem aufgrund der ersten Hälfte glücklichen Auswärtssieg im Prinzenpark haben die Citizens beste Voraussetzungen geschaffen, um den lang gehegten Traum der Eigentümer aus Abu Dhabi endlich wahr zu machen. Kevin De Bruyne und Riyad Mahrez erzielten zwei wertvolle Auswärtstore in einem Spiel, das eigentlich die Hausherren hätten gewinnen müssen. 1,76 zu 0,82 lautete am Ende der Indikator "Expected Goals" (xG) - ein statistischer Wert der Qualität der Torchancen - zugunsten von PSG.

Auch deshalb haben die Franzosen die Wiederholung der Finalteilnahme aus dem Vorjahr noch nicht abgehakt. "Ich werde der erste Krieger sein, der für die Mannschaft in den Kampf ziehen wird", kündigte Neymar martialisch an. Ob Kylian Mbappe, der im Hinspiel kein Faktor war und sich an der Wade verletzt hat, im Etihad Stadium dabei sein kann, entscheidet sich wohl kurzfristig. Beim 2:1-Sieg in der Liga stand der pfeilschnelle Stürmer nicht im Kader von Trainer Mauricio Pochettino, auch das Sonntagtraining fand ohne den Weltmeister statt. Sicher fehlt Idrissa Gueye nach seiner roten Karte.

Die Hürde ist aber extrem hoch: City hat in dieser Saison im eigenen Stadion nur zweimal verloren und in 20 Spielen 16 Siege gefeiert. Guardiola gab dennoch den Mahner. Sein Team müsse gegen PSG "eine fast perfekte" Leistung zeigen, forderte deshalb der Coach. "Alle wissen, dass wir hier etwas Besonderes erleben. Aber wir müssen unseren Job machen."

Der dritte Ligatitel in vier Jahren unter Guardiola ist indes praktisch fix, der finale Schritt kann am Samstag mit einem Sieg gegen Chelsea getan werden.