Spannung bis zum Schluss verspricht die letzte Runde der Fußball-Bundesliga am Samstag (alle Spiele 17 Uhr/Sky): Während Dauermeister Salzburg - erstmals seit Herbst - vor 3000 Zuschauern den Meisterteller überreicht bekommt (nach 90 Minuten gegen den Meistergruppen-Sechsten Wattens), könnte sich der Kampf um die Europacupplätze noch zuspitzen. Rapid, Sturm, der LASK und WAC matchen sich untereinander - wenn auch nicht in direkten Duellen - um die Ränge zwei bis fünf. Wer undankbarer Fünfter wird, für den verlängert sich die Saison noch einmal um zwei Spiele, geht es doch dann kommenden Donnerstag und Sonntag gegen den Sieger aus Austria vs. Hartberg um die allerletzte Conference-League-Chance.

Schauplatz Hütteldorf: Besonders brisant könnte der Schlagabtausch zwischen Rapid und dem LASK im Allianz-Stadion werden, zumal sich die Wiener und Linzer schon zu Normalzeiten nicht immer ganz grün sind. Auf beiden lastet nämlich enormer Druck: Die Hütteldorfer, die zuletzt drei Mal als Verlierer vom Platz gingen, brauchen dringend drei Punkte, um den Angriff von Sturm Graz auf den Vizemeistertitel abwehren zu können. Doch auch der LASK benötigt einen Punkt, um ganz sicher das Minimalziel Rang vier einzufahren.

Einen fixen Platz in der Gruppenphase gibt es übrigens nur für den Dritten der Endtabelle: Der Zweite beginnt in der Champions-League-Qualifikation, würde allerdings - anders als der Dritte - bei lauter Niederlagen nicht mal in der neuen Conference League landen; der Drittplatzierte startet in der Europa-League-Qualifikation, wäre allerdings bei einer Pleite abgesichert; während der Vierte direkt in die Conference-League-Qualifikation einsteigen kann, muss der Fünfte vorher zum Liga-internen Play-off-Duell.

Auch für die beiden LASKTeamkicker - Einsergoalie Alexander Schlager und Stürmer Husein Balic - wäre Rang fünf ein Horror, weil dann beide verspätet ins EM-Teamcamp einrücken würden. "Wir müssen noch einmal alles in die Waagschale werfen", forderte darob LASK-Coach Dominik Thalhammer. "Es wird ein enges, zweikampfintensives Spiel, in dem es um Kleinigkeiten geht", prophezeite sein Gegenüber Dietmar Kühbauer.

Schauplatz Wolfsberg: Im Packderby in der Lavanttal-Arena gelten die Gäste aus Graz eigentlich als klare Favoriten, haben sie doch derzeit so etwas wie einen Lauf - allerdings haben die Grazer mit dem WAC in dieser Saison noch eine Rechnung offen. Christian Ilzers Ex-Klub stellt nämlich das einzige Team, das für die Schwarz-Weißen im Saisonverlauf unbezwingbar war. "Wir versuchen immer, das Maximum zu holen", betonte Ilzer. "Der Vizemeistertitel hat mit der Dominanz von Red Bull Salzburg einen ganz besonderen Stellenwert." WAC-Trainer Roman Stary will dagegenhalten und zum dritten Mall in dieser Saison gegen den Derby-Rivalen obsiegen: "Sturm ist uns bisher gut gelegen. Reißen tun wir uns nicht um das Play-off."

Patson Daka bester Spieler

Indes wurde Patson Daka von Meister Salzburg von einer Jury bestehend aus Präsidenten, Managern und Trainern der Oberhaus-Klubs zum besten Spieler der Bundesliga-Saison 2020/21 gewählt. Der designierte Torschützenkönig (27 Treffer) setzte sich vor Nikolai Baden Frederiksen (WSG Tirol) und Gernot Trauner (LASK) durch.(may)