Die Wiener Austria hat zum Abschluss der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga am Freitag in Ried innerhalb von rund 15 Minuten eine 2:0-Führung verspielt. Damit schenkte man auch Platz eins und damit den Heimvorteil im ersten Play-off-Spiel gegen Hartberg am Montag (17 Uhr) her. Es waren die ersten Bundesliga-Spiele wieder mit Fans seit November.

Beim 2:3 (1:0) gingen die Wiener durch Alexander Grünwald (12.) und Aleksandar Jukic (56.) in Führung, ehe ein schwerer Patzer von Goalie Patrick Pentz gegen Marco Grüll (79.) die Wende einleitete. Ein Schlussfurioso brachte Ried dank Ante Bajic (89.) und "Joker" Manuel Kerhe (94.) schließlich sogar noch den Sieg. Ried, das den Klassenerhalt schon am 12. Mai fixiert hatte, machte noch einen Platz gut, überholte Altach und beendet die Saison als Gesamtneunter.

Die Austria hingegen musste vor der Mission Europacup nach zwei Siegen wieder einen Dämpfer hinnehmen und wird am Montag in Hartberg antreten. Setzen sich die Wiener dort durch, bekommen sie es am Donnerstag bzw. Sonntag im finalen Play-off-Duell in Hin- und Rückspiel mit dem LASK oder dem WAC zu tun. Die diesbezügliche Entscheidung fällt am Samstag. Der Gewinner erhält das Ticket für die Qualifikation in der neu geschaffenen Conference League.

Admira trotz 16 Ausfällen wegen Corona 1:1

Die Hartberger, die nicht Topbesetzung angetreten waren, gewannen in Unterzahl gegen den SKN St. Pölten 1:0. Den einzigen Treffer erzielte Philipp Sturm kurz vor der Pause (42.). Die bereits davor als Tabellenletzte festgestandenen Niederösterreicher blieben damit auch im 14. Spiel en suite ohne Sieg und verabsäumten es zudem, sich vor den beiden Entscheidungsspielen um den Klassenerhalt gegen Wacker Innsbruck oder Austria Klagenfurt Selbstvertrauen zu holen.

Im dritten Spiel der letzten Runde trennten sich Admira und Altach 1:1. Die Admira, der Tabellenvorletzte der Qualifikationsgruppe, konnte trotz 16 Ausfällen aufgrund positiver Coronatests eine Niederlage vermeiden. (apa)